Darum fürchtet sich VfB-Kicker Klimowicz vor Mario Gomez

Stuttgart - Mateo Klimowicz ist ein eher schmächtiger Kicker. Ein Dribbler, der gerne  auch mal hinter der Spitze agiert. 

Mario Gomez jubelt nach seinem Treffer im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld.
Mario Gomez jubelt nach seinem Treffer im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld.  © Gregor Bauernfeind/dpa

Somit verkörpert der Profi des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart das Gegenteil von dem, womit sein Vater Diego Klimowicz als bulliger Bundesliga-Stürmer vor allem im Trikot des VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund jahrelang begeisterte. 

Bis auf den Nachnamen, "habe er gar nichts" von seinem Vater, sagte Klimowicz nun in einem Interview mit dem argentinischen TV-Sender "TyC Sports".

Geprägt hat ihn Papa Diego aber natürlich dennoch von Anfang an: "Ich mochte alles rund um den Profifußball. Er hatte eine CD mit all seinen Toren, die ich mir die ganze Zeit angeschaut habe." 

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Dabei gefiel dem 19-Jährigen, wie sein Vater jubelte. 

Eine Erfahrung, die Mateo Klimowicz bereits selbst machen durfte. Beim VfB zwar bisher nur für die Reserve, doch in der Oberliga Baden-Württemberg gelangen ihm immerhin schon neun Treffer. 

Mit dem VfB Stuttgart will Mateo Klimowicz in die Bundesliga aufsteigen

4. Spieltag, im Erzgebirgsstadion: Stuttgarts Mateo Klimowicz (l) gegen Aues Sören Gonther. Die Partie endete 0:0.
4. Spieltag, im Erzgebirgsstadion: Stuttgarts Mateo Klimowicz (l) gegen Aues Sören Gonther. Die Partie endete 0:0.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Bei den Profis blieb ihm ein Tor bisher verwehrt

Einmal scheiterte er nur knapp: Am zweiten Spieltag gegen den 1. FC Heidenheim wurde Klimowicz beim Stand von 2:2 in der 90. Minute für Daniel Didavi eingewechselt und erarbeitete sich umgehend die Riesenmöglichkeit zum entscheidenden Treffer - stattdessen knallte das Leder jedoch an den Pfosten. 

Nach diesem Einsatz stand er zunächst nur noch in den folgenden Partien gegen den FC St. Pauli und Erzgebirge Aue mit den Profis auf dem Platz (58 Minuten). Dies war im August.

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Dann reichte es erst wieder Ende Februar für einen Kurzeinsatz gegen Arminia Bielefeld (sieben Minuten). 

Sich hinten anzustellen ist für den jungen Argentinier aber kein Problem: "Man muss Schritt für Schritt machen", wird der 19-Jährige von der Plattform "transfermarkt.de" zitiert. 

Sein Vorbild ist klar Stürmerstar Mario Gomez, vor dem er viel Respekt hat. "Ich lerne in jeder Hinsicht viel von ihm", sagte Klimowicz. 

Allerdings sei es etwas "furchteinflößend", wenn man vor ihm stehe, so der Argentinier. "Wenn ich anfange, mit ihm zu sprechen, werde ich nervös, weil er schon so erfolgreich war. Er hat drei Champions-League-Endspiele bestritten, eins hat er gewonnen. Er hat an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen." 

Von solchen Erfolgen ist der 19-Jährige natürlich noch weit entfernt. Was er mit dem VfB Stuttgart erreichen will, ist aber klar: "Wir müssen Aufsteigen!"

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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