VfB-Juwel Klimowicz: "Einer mit fast grenzenlosem Potenzial!"

Stuttgart - Gebannt hing Mateo Klimowicz (20) an den Lippen seines Vaters Diego (46), der nach dem Testspiel-Sieg des VfB Stuttgart gegen den SV Sandhausen (TAG24 berichtete) das Gespräch mit seinem Sohn suchte.

Zwei junge Wilde: Mateo Klimowicz (20) am Ball, dahinter Lilian Egloff (17).
Zwei junge Wilde: Mateo Klimowicz (20) am Ball, dahinter Lilian Egloff (17).  © Tom Weller/dpa

Die beiden saßen gemeinsam auf den Treppen des Robert-Schlienz-Stadions, als der ehemalige Star der Fußball-Bundesliga mit Mateo das Spiel analysierte. Wie wichtig dem Stuttgarter Talent die Meinung des 46-Jährigen war, ließ sich in diesem Moment in seinem Gesicht ablesen. 

Zwar blieb es ein Geheimnis, wie Diegos Analyse genau ausfiel, doch am Samstagvormittag gab es an der Leistung seines 20-jährigen Sohns wenig auszusetzen. 

So nutzte Klimowicz die 45 Minuten Spielzeit, die ihm Coach Pellegrino Matarazzo (42) gab, eindrucksvoll, um sich für die anstehende Bundesliga-Saison zu empfehlen. 

Mit zwei guten Chancen war er einer der Aktivposten im Stuttgarter Angriff und bereitete den 1:0-Führungstreffer durch Philipp Förster (25) vor. 

Zudem fiel er immer wieder durch seine Leichtfüßigkeit auf. Man merkte dem 20-Jährigen an, dass er das Werkzeug fürs Besondere hat, es allerdings noch nicht immer richtig einzusetzen weiß.  

Hier erinnert VfB-Talent Mateo Klimowicz an Welt-Star Lionel Messi

Beim Zweitliga-Kick gegen Wehen Wiesbaden kämpft Mateo Klimowicz gegen Tobias Schwede (links) um den Ball.
Beim Zweitliga-Kick gegen Wehen Wiesbaden kämpft Mateo Klimowicz gegen Tobias Schwede (links) um den Ball.  © Uwe Anspach/dpa

Auch Trainer Matarazzo fand lobende Worte für sein argentinisches Juwel: "Ich bin auf seine Entwicklung gespannt. Mateo ist einer mit unfassbarem Potenzial, mit grenzenlosem, würde ich fast sagen." 

Dennoch gab er zu bedenken, dass Klimowicz noch viel zu lernen habe: "Es geht um die Konstanz, die Stabilität, ein hohes Level öfters zu erreichen, sodass die Tiefs, die er hat, seltener werden." 

Tritt dieser Fall ein, dürfte es Klimowicz tatsächlich gelingen, das vom Trainer bescheinigte Potenzial auszuschöpfen. 

Zunächst soll der 20-Jährige aber sein Debüt in der Bundesliga feiern. In der Liga, in der sein Vater in 213 Partien 70 Tore erzielte. 

Große Fußstapfen, in die Mateo jedoch gar nicht treten muss. Schließlich ist der Mittelfeldspieler mit den speziellen Dribbel-Künsten kein klassischer Torjäger, wie es Diego einst war. 

Schon allein vom Körperbau erinnert der quirlige Klimowicz eher an einen Floh, wie auch Landsmann Lionel Messi (33) gerne genannt wird. Klimowicz teilt auch seine Lieblingsposition mit dem Weltstar - als Freigeist hinter der Spitze. 

Doch dessen Fußstapfen sind nun wirklich gigantisch... 

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0