VfB-Mentalitäts-Monster bekommen Grenzen aufgezeigt

Stuttgart - Was für eine Schlappe! Am Ende musste sich der VfB Stuttgart bei Bayer 04 Leverkusen mit 2:5 (0:2) geschlagen geben.

Neidisch blicken die VfB-Profis auf die jubelnden Leverkusener.
Neidisch blicken die VfB-Profis auf die jubelnden Leverkusener.  © Marius Becker/dpa-Pool/dpa

Natürlich war es eine verdiente Pleite. Eine solch hohe Niederlage lässt ja gar keinen anderen Entschluss zu.

Trotzdem zeigte der VfB einmal mehr richtig Mumm!

"Wir haben nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft", betonte Coach Pellegrino Matarazzo (43) deshalb zurecht.

So haben seine Schützlinge die vielen Rückschläge immer wieder abgeschüttelt und im nächsten Moment die Flucht nach vorne gesucht.

Dabei war ein unbedingter Wille zu sehen, welcher der großartigen Mentalität dieser jungen Elf zu verdanken ist.

Die Mannschaft glaubt daran, jedes Spiel noch drehen zu können, egal wie aussichtslos das Unterfangen ist.

Gegen Leverkusen war es das tatsächlich. Die "Jungen Wilden 2.0" haben von den Offensiv-Künstlern Kerem Demirbay (27), Leon Bailey (23), Florian Wirtz (17) und Co. die Grenzen aufgezeigt bekommen.

Der VfB Stuttgart sollte sich in der Defensive personell verstärken

Stehen nach der Pleite enttäuscht auf dem Rasen: Die VfB-Stars Silas Wamangituka (21) und Konstantinos Mavropanos (22).
Stehen nach der Pleite enttäuscht auf dem Rasen: Die VfB-Stars Silas Wamangituka (21) und Konstantinos Mavropanos (22).  © Marius Becker/dpa-Pool/dpa

Deren individuelle Klasse war einfach zu hoch.

Da hätten sich die Schwaben noch stundenlang gegen die Niederlage stemmen können, am Ende hätten sie immer noch den Kürzeren gezogen.

Dies gilt es nun für den Aufsteiger zu akzeptieren.

Mund abwischen, weitermachen!

Immerhin weiß man, Top-Klubs wie Leverkusen oder Borussia Mönchengladbach müssen gegen den VfB in Top-Form auftreten, sonst gibt es auf die Mütze (wie für Borussia Dortmund).

Neben der besagten Mentalität liegt dies vor allem an der Offensive der Matarazzo-Elf.

Mit "Solo"-Star Silas Wamangituka (21) und Torjäger Sasa Kalajdzic (23) haben die Stuttgarter nämlich selbst Angreifer, die sich zumindest auf dem Weg zur Weltklasse befinden.

Dagegen ist die Defensive die Achillesferse des VfB.

Zwar lässt Waldemar Anton (24) inzwischen häufiger sein Können aufblitzen, doch insgesamt offenbarte der Abwehrverbund besonders auf der rechten Seite große Schwächen.

Daran müssen die Schwaben arbeiten und sich nach der Saison vermutlich auch personell verstärken.

Titelfoto: Marius Becker/dpa-Pool/dpa

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