VfB Stuttgart: Das könnte die schwäbische Bundesliga-Abwehr werden

Stuttgart - "Die Null muss stehen" ist eine Fußballer-Weisheit, die schon Ex-VfB-Trainer Huub Stevens (66) predigte. 

Stuttgarts Waldemar Anton in Aktion.
Stuttgarts Waldemar Anton in Aktion.  © DPA/Tom Weller

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat (47) sagte zuletzt ähnliches: "Die Defensive ist, um drin zu bleiben, deutlich wichtiger als die Offensive."

Folgerichtig verpflichtete er nach dem Bundesliga-Aufstieg mit Torwart Gregor Kobel (22), Pascal Stenzel (24), Waldemar Anton (24) und Konstantinos Mavropanos (22) nur Spieler für die Defensive. 

Spannend wird nun sein, wie Coach Pellegrino Matarazzo (42) die neuen Verteidiger eingliedert. 

Erster Fingerzeig: Beim Test gegen den SV Sandhausen startete der VfB mit einer Dreierkette bestehend aus Mavropanos, Anton und Clinton Mola (19). 

Eine taktische Formation, mit der Matarazzo vermutlich die meiste Zeit der Saison spielen lassen wird, auch wenn er immer wieder betont, flexibel bleiben zu wollen. 

Doch mit welchem Personal? 

Holger Badstuber ist bei VfB-Coach Pellegrino Matarazzo außen vor

Die Neuzugänge des VfB Stuttgart: Der 24-jährige Pascal Stenzel (l-r), Waldemar Anton (24), Stuttgarts Torwart Gregor Kobel (22) und Konstantinos Mavropanos (22).
Die Neuzugänge des VfB Stuttgart: Der 24-jährige Pascal Stenzel (l-r), Waldemar Anton (24), Stuttgarts Torwart Gregor Kobel (22) und Konstantinos Mavropanos (22).  © DPA/Tom Weller

Anton und Mavropanos scheinen gesetzt. 

Nicht nur, da sie Mislintat bestimmt nicht mit der Aussicht auf einen Bankplatz an den Neckar lotste, sondern vor allem, weil die beiden die schwäbische Defensive auf ein höheres Niveau hieven. 

Die Abwehrhünen ließen ihre Klasse nämlich schon im Test gegen Sandhausen aufblitzen, sodass Trainer Matarazzo ins Schwärmen geriet: "Man merkt den athletischen Aspekt, der uns in der Vergangenheit gefehlt hat: extrem schnell, robust, hart im Zweikampf", sagte er über Mavropanos. 

Bei Anton stellt der Übungsleiter die Führungsqualitäten heraus: "In der Kabine hat er die Jungs gepusht. Er wird seine Rolle bei uns schnell finden." 

Der letzte freie Platz in der Dreierkette könnte dagegen zwischen Marc Oliver Kempf (25), Marcin Kaminski (28) und Stenzel ausgefochten werden. Der junge Mola macht zwar einen guten Eindruck, doch ihm fehlt es für einen Stammplatz noch an Erfahrung. 

Davon hat Holger Badstuber reichlich und trotzdem droht ihm die Bank. 

Der ehemalige deutsche Nationalspieler, der im Test gegen Sandhausen nur wenige Minuten bekam, scheint unter Matarazzo keine Rolle mehr zu spielen. 

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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