Mitglieder-Daten-Skandal beim VfB Stuttgart: Das sagt der Verein

Stuttgart - Der VfB Stuttgart soll die Daten von Mitgliedern an Dritte weitergegeben haben. Nun hat sich der Fußball-Bundesligist zum aktuellen Stand der Aufklärung geäußert.

Stuttgart, 1. Juni 2017: Die außerordentliche Mitgliederversammlung des VfB in der Mercedes-Benz Arena.
Stuttgart, 1. Juni 2017: Die außerordentliche Mitgliederversammlung des VfB in der Mercedes-Benz Arena.  © Christoph Schmidt/dpa

Wie berichtet, war der Datenskandal Ende September durch einen Artikel vom Sportmagazin Kicker offenbart worden. Am Dienstag wandte sich der VfB nun an die Öffentlichkeit.

Nach erfolgter Abstimmung mit allen Organen und Gremien des Vereins für eine rückhaltlose Aufklärung der Datenschutzvorwürfe seien in den vergangenen Tagen die Voraussetzungen für den Start der Untersuchungen geschaffen worden, heißt es auf der Homepage des Bundesligisten.

"Bei der Auswahl eines externen Dienstleisters waren Unabhängigkeit und Transparenz die wesentlichen Kriterien", ist dort zu lesen.

 "Daher sollte der Auftrag des Vereins an eine Kanzlei vergeben werden, die weder aus dem Stuttgarter Raum kommt, noch in Verbindungen zum VfB Stuttgart oder seinem Mitgesellschafter steht oder stand." 

Auch aufgrund einer Empfehlung des DFB sei deshalb die Beauftragung der Berliner Kanzlei Esecon Legal Services GmbH erfolgt. Und weiter: "Der Vorstand der VfB Stuttgart 1893 AG folgte der Empfehlung seines Aufsichtsratsvorsitzenden und löste ebenfalls einen externen Untersuchungsauftrag für die die AG betreffenden Vorwürfe aus."

Darüber hinaus habe sich in den zurückliegenden Tagen eine Koordinierungsgruppe formiert, bestehend aus Vertretern aller VfB-Gremien. 

"Die Gruppe, der neben Präsident und Aufsichtsratsvorsitzenden Claus Vogt auch der Vorstandsvorsitzende der AG, Thomas Hitzlsperger, der Aufsichtsrat der AG, Rainer Adrion, sowie der Vereinsbeirat des e.V., Marc Nicolai Schlecht, angehören, wurde bereits über erste Erkenntnisse und das weitere Vorgehen von der Esecon Legal Services GmbH informiert", schreibt der Verein weiter.

Sobald eine belastbare Bewertung der Vorgänge möglich sei, werde der VfB Mitglieder und Öffentlichkeit über die Ergebnisse und den aktuellen Stand der Untersuchung informieren.

"Bis dahin bitten Claus Vogt und der gesamte VfB insbesondere alle Mitglieder um Verständnis, dass der Verein keine Informationen zu Zwischenständen der Ermittlungen geben kann, um eine ungehinderte Aufklärung sicherzustellen", heißt es abschließend.

Neben der Datenweitergabe ging es im Kicker-Bericht auch um eine mögliche Beeinflussung von Mitgliedern angesichts der Versammlung im Juni 2017.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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