Gibt's wieder Gehaltsverzicht beim VfB Stuttgart, Herr Hitzlsperger?

Stuttgart - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart beschäftigt sich mit einem möglichen weiteren Gehaltsverzicht der Profis.

"Wir besprechen, wie ein gutes Modell für uns aussehen kann", sagt Thomas Hitzlsperger. (Montage)
"Wir besprechen, wie ein gutes Modell für uns aussehen kann", sagt Thomas Hitzlsperger. (Montage)  © Montage: Monika Skolimowska/ZB/dpa, Tom Weller/dpa

"Die Spieler wissen, dass es wieder Thema sein kann. Wir sind uns darüber im Klaren, dass es wieder auf uns zukommen kann, dass wir mit den Spielern sprechen", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger (38) am Mittwoch. "Wir besprechen, wie ein gutes Modell für uns aussehen kann." 

In welcher Größe und in welchem Moment ein Gehaltsverzicht notwendig sei, seien Fragen, die sich der Verein stelle.

Die Coronavirus-Krise bringt auch für den VfB finanzielle Probleme mit sich. Der Etat sei um "gut 10 Prozent" niedriger als bei den ursprünglichen Planungen vorgesehen, sagte der Ex-Nationalspieler.

Hitzlsperger verteidigte, dass der VfB einen KfW-Kredit als Corona-Hilfe beantragt hat. Der Grund für den Antrag sei nicht ausschließlich die Lizenzmannschaft. 

"Wir haben die Verantwortung für alle Mitarbeiter, die hier arbeiten", sagte der 38-Jährige: "Es gibt noch kein Bescheid drüber, ob dem zugestimmt wird oder ob er abgelehnt wird."

Laut Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten soll es um einen Kredit in Höhe von 10 bis 15 Millionen Euro gehen.

Hitzlsperger: Mit weniger als 10.000 Zuschauern kein Profit

Der VfB Stuttgart spielt für die mögliche Rückkehr der Fans ins Stadion verschiedene Szenarien durch. 

Er habe zunächst von notwendigen 15.000 Zuschauern gesprochen, damit sich die Rückkehr rechne, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger am Mittwoch. 

"Ich muss mich da korrigieren, die ist ein bisschen niedriger", sagte der frühere VfB-Profi: "Wenn wir weniger als 10 000 ins Stadion lassen, wird es schwierig, dass wir überhaupt noch Profit machen."

Der VfB habe bei den zuständigen Behörden für sein Konzept für die Rückkehr der Fans grünes Licht bekommen. "Ich kann nur sagen, dass es in der Gesamtheit so angenommen wurde und für gut befunden wurde", sagte der 38-Jährige: "Ich habe ein bisschen die Sorge, dass es in der Schublade liegen bleibt".

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich darauf verständigt, dass eine Öffnung der Stadien für Zuschauer bis zum 31. Oktober angesichts der momentanen Corona-Situation nicht zu befürworten sei. 

Pro Heimspiel ohne Zuschauer verliere der VfB einen "siebenstelligen Betrag", sagte Hitzlsperger.

Titelfoto: Montage: Monika Skolimowska/ZB/dpa, Tom Weller/dpa

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