Neuer VfB-Kapitän Gonzalo Castro: "Will wie ein Vater für gutes Klima sorgen"

Stuttgart - Der neue Kapitän des VfB Stuttgart, Gonzalo Castro (33), möchte in seiner Rolle einen starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft schaffen und ferner auch als Vorbild für die "jungen Wilden" in der Bundesliga vorangehen.

VfB-Chefcoach Pellegrino Matarazzo (42, Foto) hält große Stücke auf seinen neuen Kapitän Gonzalo Castro (33).
VfB-Chefcoach Pellegrino Matarazzo (42, Foto) hält große Stücke auf seinen neuen Kapitän Gonzalo Castro (33).  © Tom Weller/dpa

Dass Trainer Pellegrino Matarazzo (42) den Routinier nach dem Trainingslager in Kitzbühel (Österreich) als neuen Leader bestimmte, hat den 33-Jährigen indes jedoch sehr überrascht. 

"Ich habe nicht damit gerechnet, aber bin sehr froh, dass die Mannschaft und der Trainer mich so akzeptieren, wie ich bin. Das ist eine große Ehre", so Castro in einem Gespräch mit Medienvertretern.

Dabei ergibt die Entscheidung in mehrerlei Hinsicht Sinn: Der Ex-Nationalspieler verfügt zusammen mit Daniel Didavi (30) und Marcin Kaminski (28) über die größte Erfahrung, vor allem in der 1. Bundesliga und zudem auch auf der internationalen Bühne.

"Ich weiß, was uns in der kommenden Saison bevorsteht und möchte dazu beitragen, dass wir in schlechten Phasen, die es geben wird, zusammenhalten und gestärkt aus ihnen hervorgehen", kündigte Castro am Mittwoch an.

Matarazzo habe großes Vertrauen in ihn und pflege einen permanenten Austausch, da beide eine identische Philosophie hätten und der Chefcoach große Stücke auf die Sichtweise seines neuen Kapitäns setze.

VfB Stuttgart: Gonzalo Castro wird seine Karriere noch nicht beenden

Gonzalo Castro (33) zieht sich nach seinem späten Siegtreffer zum 3:2 gegen den Hamburger SV das Trikot aus.
Gonzalo Castro (33) zieht sich nach seinem späten Siegtreffer zum 3:2 gegen den Hamburger SV das Trikot aus.  © Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Castro, der bislang in seiner Karriere als ruhiger und sachlicher Charakter in Erscheinung trat, möchte seine Art indes in jedem Fall beibehalten. 

"Ein guter Kapitän sorgt wie ein Vater für ein gutes Klima innerhalb der Mannschaft", so der gebürtige Wuppertaler über seine Vision. Er machte jedoch ebenso klar, dass er genau wie sein Trainer trotz aller Contenance "auch mal lauter werden kann", sollte es durchaus einmal nicht laufen oder etwa "der Schiri mal bisschen komischer pfeifen".

Der 33-Jährige fiel in seiner Zeit bei Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund und beim VfB außerdem dadurch auf, dass er sich vor Selbstkritik nicht scheute. "Das ist einfach mein Naturell, dass ich alles hinterfrage und nicht erst mal von mir schiebe", erklärte der zentrale Mittelfeldspieler und verwies darauf, dass seine Eltern in der Erziehung während seiner Kindheit darauf Wert gelegt hätten.

Der Vertrag von Castro läuft bei den Schwaben zum Ende der anstehenden Saison aus. Ob der Deutsch-Spanier noch einmal verlängern möchte, ließ er offen - Gespräche mit dem VfB würden jedoch in absehbarer Zeit anstehen.

Eines ist für ihn jedoch ganz klar: "Ich denke definitiv noch nicht an ein Karriereende, dafür macht mein Körper einfach noch zu gut mit. Die kommende Saison wird definitiv nicht mein letztes Jahr als Profifußballer!"

Titelfoto: Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

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