VfB Stuttgart: Verhandlungen um Pascal Stenzel geraten ins Stocken

Stuttgart - Aktuell ist es ausnahmsweise ruhig um den sonst so brodelnden Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart

19. Spieltag: Pascal Stenzel (l) vom VfB Stuttgart in Aktion gegen Tobias Mohr (r) vom 1. FC Heidenheim.
19. Spieltag: Pascal Stenzel (l) vom VfB Stuttgart in Aktion gegen Tobias Mohr (r) vom 1. FC Heidenheim.  © DPA/ Tom Weller

Das Coronavirus brachte die Arbeit an der Mercedesstraße nahezu zum Erliegen. Seit Montag trainiert die Mannschaft nicht mehr zusammen. 

Es finden keine Stadiontouren mehr statt, auch das Fancenter ist seit Wochenbeginn geschlossen. Nach einem Bericht der "Bild" befinden sich derzeit 250 Mitarbeiter der Stuttgarter (70 Prozent) im Homeoffice. Der VfB macht die Schotten dicht! 

Auch Sportdirektor Sven Mislintat arbeitet inzwischen von zu Hause aus, was ihm als Fußball-Nerd aber kaum was ausmachen dürfte. 

Immerhin kann er dort ungestört seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: stundenlang Fußballschauen. Aktuell sieht er sich bisherige Partien des VfB an, analysiert potenzielle Gegner und ist auf der Suche nach Neuzugängen. 

Vor allem Letzteres ist seine Königsdisziplin, mit der er als Chefscout beim BVB bekannt geworden ist. Videos von talentierten Kickern und ihre Statistiken rechtzeitig zu studieren, um der Konkurrenz bei einer möglichen Verpflichtung einen Schritt voraus zu sein. 

Abwarten und Tee trinken beim VfB Stuttgart

Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat. 
Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat.  © David Inderlied/dpa

Doch ganz alltäglich ist die Arbeit Mislintats natürlich nicht. 

Eigentlich würde er nun finale Verhandlungen mit dem SC Freiburg darüber führen, ob der nach Stuttgart ausgeliehene Pascal Stenzel vom VfB fest verpflichtet werden kann. Stattdessen sind alle Verhandlungen unter Vorbehalt. 

Dies liegt zum einen daran, dass keiner weiß, wie es weitergeht und wann die aktuelle Saison endet, beziehungsweise die neue beginnt. 

Zum anderen sind die finanziellen Folgen beim VfB Stuttgart durch den Coronavirus noch ungewiss. Ein vorzeitiger Saison-Abbruch könnte den Schwaben zwischen zehn und 20 Millionen Euro kosten.

Darum ist es in dieser Situation fast unmöglich, Transfers abzuwickeln. 

So heißt es in Zeiten des Coronavirus auch für alle Mitarbeiter des VfB Stuttgart: abwarten und Tee trinken.

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