VfB-Paukenschlag! Hitzlsperger soll für Amt des Präsidenten kandidieren

Stuttgart - Schwäbisches Fußball-Beben kurz vor dem Jahresende! Nach Informationen des SWR soll VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38) bei der kommenden Mitgliederversammlung für das Amt des Präsidenten kandidieren.

Zuletzt haben sie sich offenbar nicht ganz so gut verstanden: VfB-Präsident Claus Vogt (51) und Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38).
Zuletzt haben sie sich offenbar nicht ganz so gut verstanden: VfB-Präsident Claus Vogt (51) und Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38).  © Tom Weller/dpa

Laut SWR soll der Ex-Nationalspieler neben dem noch amtierenden Präsidenten Claus Vogt (51), dem Unternehmer Volker Zeh und Friedhild "Fridi" Miller einer von vier Kandidaten sein, die ihre Bewerbung eingereicht haben.

Nun wird der Vereinsbeirat des VfB Stuttgart zwei der Bewerber auswählen, die von den Mitgliedern am 18. März 2021 gewählt werden können.

Würde tatsächlich Thomas Hitzlsperger gegen Claus Vogt antreten, hätte das Ganze ein ganz großes "Geschmäckle", brodelt es doch schon seit Wochen innerhalb den Reihen des schwäbischen Traditionsclubs.

Es wurde von einem internen Machtkampf berichtet, in dem sich Hitzlsperger und Vogt als Fronten gegenüberstehen sollen.

Der Vorstandsvorsitzende des VfB hatte noch am 21. Dezember per Twitter verlautbaren lassen, dass man "alles dafür tun werde, dass Ruhe einkehrt" und sich die VfB-Fans wieder der Mannschaft widmen können.

Das dürfte sich nach dem SWR-Bericht vorerst erledigt haben.

Fans des VfB Stuttgart eskalieren auf Twitter

Die Fans des VfB Stuttgart haben auf Twitter mit Bestürzung auf den Bericht des SWR reagiert. "Und heute morgen war ich noch stolz auf meinen #VfB :1 Jahr ohne Trainerentlassung ! Und jetzt fällt mir die Kaffeetasse aus der Hand .... Nein Nein Nein Nein Ich will das nicht!", schrieb beispielsweise der User @90Minkoker1.

In der Tat hatte der VfB Stuttgart im Vergleich zu den vergangenen Jahren - als man unter anderem mit Abstiegen, frequentierten Trainerentlassungen oder der Abwahl des Ex-Präsidenten für negative Schlagzeilen gesorgt hat - in diesem Jahr mit sportlichem Erfolg, wichtigen Vertragsverlängerungen und Ruhe geglänzt.

VfB-Blogger und Podcaster Ron Merz (@Brustring1893) platzte ebenfalls der Kragen: "Jetzt langts mir! Hiermit bewerbe ich mich als ordentliches Mitglied des #VfB Stuttgart e.V. schon mal um die dann ggf. freiwerdende Stelle im Aufsichtrat der @VfB Stuttgart AG."

Damit spielt Merz auf die Konstellation an, die sich im Falle einer Wahl von Hitzlsperger zum Präsidenten ergeben würde. Dann wäre der Ex-Nationalspieler nämlich Vorstandsvorsitzender der VfB Stuttgart 1893 AG und gleichzeitig Präsident des e.V., der laut Satzung zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der AG wäre. Eine Doppelfunktion respektive Personalunion lässt sich de facto kaum vereinbaren.

Denkbar wäre in diesem Fall, dass Hitzlsperger dann "nur" Präsident wäre und sein frei werdender Posten im Aufsichtsrat von jedem ordentlichen VfB-Mitglied besetzt werden könnte.

Was ebenfalls stark auffällt: Sollten sich die Informationen bestätigen, würde Hitzlsperger wohl etwas an seinem Standing bei den Mitgliedern verlieren, gilt er doch als bei der klaren Mehrheit von ihnen als äußerst beliebt. Vogt jedoch konnte auch sehr viele Sympathiepunkte sammeln.

"Ich hätte niemals gedacht, dass Hitzlsperger sich unser Vertrauen noch so verspielt (falls das wirklich stimmen sollte). #VfB", schrieb zum Beispiel der User @VfB1893David.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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