VfB-Coach Matarazzo spürt vor Duell gegen den HSV Druck: "Weil ich Perfektionist bin!"

Stuttgart - Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Trainer Pellegrino Matarazzo (42) ist dem Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart am Mittwochmittag eine faustdicke Überraschung gelungen.

Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat (47).
Sportdirektor des VfB Stuttgart: Sven Mislintat (47).  © Guido Kirchner/dpa

Damit hatten nicht nur die Journalisten nicht gerechnet, sondern auch der Trainer nicht: "Die ersten Gespräche fanden schon vor den ersten Punktspielen nach der Corona-Pause statt, damals hat es mich schon positiv überrascht", erklärte Matarazzo bei der Pressekonferenz. 

Doch gefreut hatte es ihn natürlich: "Es ist ein Vertrauensbeweis und ein Zeichen dafür, dass die Zusammenarbeit mit den VfB-Verantwortlichen gut ist", erklärte er. 

Ganz so wichtig wollte Matarazzo die Verlängerung aber nicht nehmen: "Ich mache mir wenig Sorgen, ob ich meinen Job in zwei Monaten noch habe. Ich mache mir eher Gedanken, was ich machen muss, um meine Aufgabe bestmöglich zu lösen." 

Den Fokus habe er niemals auf eine  Vertragsverlängerung gelegt, sondern immer auf die Leistung der Mannschaft, so der VfB-Coach. 

VfB-Coach Pellegrino macht sich den Druck vor der Partie gegen den HSV selbst

Sein Vertrag wurde bis 2022 verlängert: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).
Sein Vertrag wurde bis 2022 verlängert: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).  © Sebastian Gollnow/dpa

Doch auch ihm sind die normalen Mechanismen des Fußballgeschäfts bekannt: "Der Trainer ist meistens der erste, der geht, wenn es nicht läuft."

Deshalb dürfte ihm klar sein, dass er nun  trotz der überraschenden Vertragsverlängerung Erfolge vorweisen muss. Sonst sind Verträge im Fußball schnell wertlos. 

Eine Situation, mit der Matarazzo auf seine Weise versucht umzugehen. 

Nach den zwei Pleiten gegen den SV Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel spüre er zwar Druck, doch den mache er sich selbst, wie er betonte. 

"Weil ich Perfektionist bin und alles richtig machen will. Das geht natürlich nicht immer, aber den Anspruch habe ich trotzdem", gab sich der VfB-Coach selbstbewusst. 

Nach vier sieglosen Partien in Folge ist beim VfB jetzt Wiedergutmachung angesagt. Am Donnerstag (20.30 Uhr) kommt es in der leeren Mercedes-Benz Arena zum Top-Spiel gegen den Hamburger SV

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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