VfB-Präsident Vogt will Mitglieder-Versammlung verschieben: "Größte interne Krise"

Stuttgart - Paukenschlag beim VfB Stuttgart: Präsident Claus Vogt (51) hat sich dazu entschieden, die Mitgliederversammlung nicht am 18. März in digitaler Form austragen zu wollen.

VfB-Präsident Claus Vogt (51) will Mitgliederversammlung verschieben.
VfB-Präsident Claus Vogt (51) will Mitgliederversammlung verschieben.  © Tom Weller/dpa

Dies teilte der Präsident am Mittwochvormittag in einem ausführlichen Statement mit.

Darin hieß es: "In unserem Verein wurden sämtliche Mitgliederversammlungen der letzten 127 Jahre stets als Präsenzveranstaltungen abgehalten. Diese gewährleisten eine offene, transparente, direkte und ehrliche Kommunikation und geben allen Mitgliedern, die von ihrem Teilnahmerecht Gebrauch machen möchten, die Gelegenheit, sich angemessen persönlich in Diskussionen einzubringen und einen unmittelbaren Eindruck von den handelnden, teilweise zu wählenden Personen, die sie im Verein in Gremien vertreten sollen, zu gewinnen."

Solch eine Durchführung sei laut Vogt digital nicht möglich. Außerdem betonte der Präsident, es sei ein Risiko und erinnerte in diesem Zusammenhang an die WLAN-Panne bei der Mitgliederversammlung 2019.

Des Weiteren thematisierte Vogt die Datenaffäre beim VfB und bezeichnete diese als "größte interne Krise". Untersucht wird diese aktuell durch die Berliner Kanzlei Esecon und durch einen Landesdatenschutzbeauftragten.

Laut VfB-Präsident Claus Vogt soll die Mitgliederversammlung im September stattfinden

"Es liegt für die Mitglieder auf der Hand, dass ein Präsidiumsmitglied und Vorstände der VfB AG zu denjenigen Personen gehören, die u.a. direkt mit den zu untersuchenden Vorgängen in Verbindung stehen", heißt es in dem Statement des Präsidenten.

Mit seiner Entscheidung, die Mitgliederversammlung verschieben zu wollen, erfuhr er heftigen Gegenwind, vor allem von seinen Präsidiumskollegen Bernd Gaiser und Rainer Mutschler. Viele der Mitglieder sowie Fans und besonders die Ultras drängten zuletzt dagegen auf die Verschiebung der brisanten Mitgliederversammlung, bei der unter anderem die Wahl des Präsidenten ansteht.

Vogts Plan ist es, die Veranstaltung im September vor Ort stattfinden zu lassen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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