Nächstes VfB-Beben: Präsidiumskollegen kontern Vogts Verschiebung der Mitgliederversammlung!

Stuttgart - Nachdem VfB-Präsident Claus Vogt (51) am Mittwochvormittag in einer öffentlichen Erklärung bekannt gab, die anstehende und umstrittene Mitgliederversammlung am 18. März eigenmächtig zu verschieben, haben sich nun seine Kollegen Bernd Gaiser (59) und Rainer Mutschler (61) mit einem herben Konter zu Wort gemeldet.

Da war zwischen ihnen noch alles in Ordnung: Bernd Gaiser (59, l.) und VfB-Präsident Claus Vogt (51) am 15. Dezember 2019.
Da war zwischen ihnen noch alles in Ordnung: Bernd Gaiser (59, l.) und VfB-Präsident Claus Vogt (51) am 15. Dezember 2019.  © Tom Weller/dpa

In einer gemeinsamen Stellungnahme, die am Mittwochabend unter anderem auf der Homepage des VfB Stuttgart veröffentlicht wurde, gaben Gaiser und Mutschler an, dass das Präsidium am 2. November 2020 einstimmig beschlossen habe, die nachzuholende Mitgliederversammlung am 18. März 2021 durchzuführen.

Dieser Beschluss sei bindend und auch Präsident Claus Vogt könne sich nicht darüber hinwegsetzen, ohne dabei gegen die Vereinssatzung zu verstoßen, heißt es.

Gaiser und Mutschler betonen die Wichtigkeit der Durchführung am 18. März: "Ein Fortdauern des aktuellen Zustandes bis September halten wir gegenüber dem Verein für nicht zumutbar. Der VfB Stuttgart braucht jetzt Klarheit, wer den Verein als Präsident in den nächsten vier Jahren führen soll. Nur so kann wieder Einigkeit und Befriedung herbeigeführt werden."

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Dass die Veranstaltung digital durchgeführt werden soll, sei "in der Corona-Zeit alternativlos" und habe sich an anderen Stellen bereits bewährt. Der Beschluss vom 2. November beinhaltete demnach die Möglichkeit einer Online-Mitgliederversammlung.

Auf die weiteren Ausführungen Claus Vogts wollten Bernd Gaiser und Rainer Mutschler nicht eingehen, machten jedoch klar, dass das Verhältnis zwischen ihnen und dem Präsidenten schon "seit geraumer Zeit" (noch vor dem Aufkommen der Datenaffäre) und zu "zahlreichen Themen" belastet sei.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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