VfB-Profi Tanguy Coulibaly zum Bundesliga-Start: "Wird kompliziert ohne Zuschauer!"

Stuttgart - Langsam wird es wieder ernst: Zur Generalprobe für die anstehende Pflichtspiel-Saison empfängt der VfB Stuttgart im Robert-Schlienz-Stadion den französischen Erstligisten RC Strasbourg (Samstag, 16 Uhr). 

Setzte bisher noch nicht großartig auf Coulibaly (19): VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).
Setzte bisher noch nicht großartig auf Coulibaly (19): VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).  © Tom Weller/dpa

Einer, der sich auf diesen Test gegen seine Landsmänner besonders freuen dürfte, ist Tanguy Coulibaly (19). "Wir müssen alles geben", sagte der Offensivspieler im Vorfeld, der erst im vergangenen Jahr vom Neymar-Club Paris Saint-Germain zu den Schwaben wechselte. 

Seitdem durfte er nur wenige Minuten für die erste Mannschaft von Coach Pellegrino Matarazzo (42) ran, was sich nun ändern soll. 

Dass er das Potenzial dafür hat, davon ist Betreuer Peter Reichert (59), der beim VfB besonders für die französisch sprechenden Profis zuständig ist, überzeugt: "Er ist ein Riesentalent, ist wahnsinnig schnell und trickreich. Er hat alles, was einen guten Stürmer auszeichnet." 

Reichert, der als Kicker selbst in Strasbourg aktiv war, ist als Übersetzer für Coulibaly eine wichtige Stütze im Trainingsalltag. 

Mit ihm fühle er sich "auf dem Platz wohler und mache kaum Fehler bei Übungen", so der 19-Jährige. 

VfB-Partie gegen Hansa Rostock wohl mit Zuschauern

Freut sich auf die Bundesliga: Tanguy Coulibaly (19).
Freut sich auf die Bundesliga: Tanguy Coulibaly (19).  © DPA/Tom Weller

Zwar spreche Coulibaly nach Meinung Reicherts schon ganz gut Deutsch, doch es fehle ihm im Umgang mit der Fremdsprache noch an Sicherheit. 

Ein Satz ging dem flinken Offensivmann im Interview mit dem vereinseigenen VfB-TV allerdings leicht über die Lippen: "Hallo VfB-Fans, wir freuen uns auf die Bundesliga." 

Auch, wenn diese Vorfreude coronabedingt etwas getrübt wird, was Coulibaly nicht kalt lässt: "Es wird kompliziert ohne Zuschauer, weil man spielt ja an für sich für die Fans, die einen auch motivieren." 

Da es sich allerdings nicht ändern lässt, müsse man nun versuchen, mit der "Situation klarzukommen", so der 19-Jährige weiter. 

Ganz ohne Zuschauer müssen die Fußballer wohl aber nicht auskommen. Im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock sollen 5000 bis 8000 Fans zugelassen werden. 

Der Stuttgarter Bundesliga-Start gegen den SC Freiburg könnte dagegen höchstens vor 500 Menschen stattfinden. 

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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