VfB-Stars isoliert im 4-Sterne-Hotel: Droht der Lagerkoller?

Ludwigsburg/Stuttgart - Außergewöhnliche Zeiten, erfordern außergewöhnliche Maßnahmen! Seit dieser Woche findet das Leben der Stars des VfB Stuttgart nur noch zwischen dem 4-Sterne-Schlosshotel Monrepos in Ludwigsburg und dem Trainingsplatz an der Mercedesstraße statt. 

VfB-Kicker beim Training auf dem Clubgelände an der Mercedesstraße.
VfB-Kicker beim Training auf dem Clubgelände an der Mercedesstraße.  © Sebastian Gollnow/dpa

So sieht es das Konzept der DFL in Zeiten des Coronavirus vor - komplette Isolation der Profis von der Außenwelt! 

Auch die Familien der Stars sind erstmal außen vor. 

Ähnliche Bedingungen, wie sie die Kicker aus einem gewöhnlichen Trainingslager kennen. 

Mit einem Unterschied: "Es ist mehr Quarantäne als Trainingslager", stellte Sportdirektor Sven Mislintat (47) fest. Denn müde Beine können sich die Spieler kurz von dem Re-Start der Liga am Sonntag nicht erlauben. 

Ist der Lagerkoller also vorprogrammiert? 

Jeder kennt die Geschichten, als Profis im Trainingslager noch aus dem Hotel ausbüxten. 

Ein Phänomen aus der Vergangenheit, glaubt man den Stimmen der Verantwortlichen. 

"Die Mannschaft strahlt in dieser Situation eine bemerkenswerte Ruhe und Reife aus", sagte Trainer Pellegrino Matarazzo (42).  

So beschäftigen sich die VfB-Spieler im Quarantäne-Trainingslager

In diesem 4-Sterne-Hotel in Ludwigsburg sind die VfB-Stars untergebracht.
In diesem 4-Sterne-Hotel in Ludwigsburg sind die VfB-Stars untergebracht.  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Um die Kicker neben dem wenigen Training zu beschäftigen, wurden Vorkehrungen getroffen. 

So gibt es einen Aufenthaltsraum. Dort könne Dart, Playstation oder Gesellschaftsspiele gezockt werden. Für die Videospiele gebe es sogar eine Leinwand, so Matarazzo. 

Langeweile dürfte also nicht aufkommen. Am Montag hatten die Profis selbstständig Gesellschaftsspiele organisiert, natürlich unter den nötigen Hygienemaßnahmen. 

Diese begleiten die Spieler sowieso den ganzen Tag. Beim Essen sitzen sie einzeln an Tischen, die mit 1,5 Meter Abstand zueinander stehen. Um sich immerhin unterhalten zu können, sitzen sich zwei Profis gegenüber. 

Zudem wurde im Speisesaal ein Ein- und Ausgang installiert, sodass sich die Personen möglichst wenig begegnen. 

Das Essen wird dann von der Bedienung serviert, um zu vermeiden, dass mehrere Personen das gleiche Besteck berühren. 

Selbst die Betten müssen die Spieler selbst machen. Aber außergewöhnliche Zeiten, erfordern eben solch außergewöhnliche Maßnahmen. 

Ob die Spieler nach der Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden (Sonntag, 13.30 Uhr) zurück zu ihren Familien dürfen, ist noch unklar. 

Titelfoto: Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

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