Furioser VfB Stuttgart mit spektakulärem Sieg in Augsburg!

Augsburg/Stuttgart - Aufatmen im Ländle! Der VfB Stuttgart hat am 15. Spieltag der 1. Bundesliga beim FC Augsburg mit 4:1 (2:0) gewonnen. Somit feierte der VfB nach drei glücklosen Partien den ersten Sieg seit dem 5:1-Triumph über Borussia Dortmund.

Stuttgarts Silas Wamangituka (r.), der zum 2:0 für den VfB traf, verfolgt FCA-Verteidiger Iago.
Stuttgarts Silas Wamangituka (r.), der zum 2:0 für den VfB traf, verfolgt FCA-Verteidiger Iago.  © Matthias Balk/dpa

Dabei erzielte Nicolas Gonzalez das Stuttgarter 1:0 in der WWK Arena (10. Minute/Foulelfmeter), ehe Silas Wamangituka auf 2:0 erhöhte (29.). Marco Richter besorgte den Ausgburger 1:2-Anschluss (46.), bevor Stuttgarts Gonzalo Castro zum 3:1 traf (61.) und Daniel Didavi schließlich mit dem 4:1 den Deckel drauf machte (87.). Außerdem flog Richter mit Gelb-Rot vom Platz (76.).

Im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen RB Leipzig veränderte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo seine Startelf auf nur einer Position. Mateo Klimowicz begann für Sasa Kalajdzic.

Auch FCA-Trainer Heiko Herrlich wechselte nach dem 1:0-Erfolg beim 1. FC Köln nur einmal. Ex-VfB-Profi Rani Khedira ersetzte den gelbgesperrten Kapitän Jeffrey Gouweleeuw.

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Nach zuletzt zwei Pleiten infolge ohne einen eigenen Treffer stand der VfB gegen die bayrischen Schwaben etwas unter Zugzwang.

So sollte gegen die Fuggerstädter unbedingt ein Dreier her. "Ein Spaziergang" werde dies jedoch nicht, mahnte Matarazzo im Vorfeld und erwartete einen kompakten Gegner.

So ging der VfB Stuttgart beim FC Augsburg ins Rennen

Mit dieser Startaufstellung begann der FC Augsburg im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart

Nicolas Gonzalez trifft per Elfmeter zur Führung für den VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg

Stuttgarts Pascal Stenzel (r.) ist hier vor dem Augsburger Ruben Vargas am Ball.
Stuttgarts Pascal Stenzel (r.) ist hier vor dem Augsburger Ruben Vargas am Ball.  © Matthias Balk/dpa

Doch wer mit einem defensiven Kick im Schwaben-Duell gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Beide Teams ließen dem jeweiligen Gegner keine Ruhe und störten früh.

Zudem suchte besonders der VfB den kurzen Weg in Richtung des FCA-Tors und belohnte sich dafür umgehend.

Klimowicz drang in den Strafraum ein, wobei er von Reece Oxford unfair gestoppt wurde. Referee Daniel Schlager blieb somit keine andere Wahl, als auf Elfmeter zu entscheiden. Diesen verwandelte Gonzalez souverän ins linke untere Eck zum 1:0 für den VfB (20.).

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Ein Rückschlag für Augsburg, von dem sich die Herrlich-Schützlinge allerdings nicht verunsichern ließen - im Gegenteil.

Im Anschluss waren die Fuggerstädter die bessere Mannschaft und drückten auf den Ausgleich. Daniel Caligiuri hatte die beste Möglichkeit, doch sein Freistoß klatschte nur an die Latte (14.).

Silas Wamangituka und Gonzalo Castro treffen für den VfB Stuttgart, Marco Richter für den FC Augsburg

Gonzalo Castro (r.) und Mateo Klimowicz (l.) bejubeln den Treffer von Nicolas Gonzalez zum 1:0 für den VfB.
Gonzalo Castro (r.) und Mateo Klimowicz (l.) bejubeln den Treffer von Nicolas Gonzalez zum 1:0 für den VfB.  © Matthias Balk/dpa

Während der FCA zunächst glücklos blieb, wurde Stuttgart stärker und schlug erneut eiskalt zu: Marc Oliver Kempf schickte Borna Sosa mit einem langen Ball auf die Reise. Der kroatische Linksverteidiger legte anschließend in den Rückraum ab, wo Wamangituka goldrichtig stand und den Ball zum 2:0 über die Linie drückte (29.).

Der VfB spielte nun groß auf, verpasste es aber, noch einen Treffer draufzusetzen, sodass es mit der 2:0-Führung in die Pause ging.

Zu Beginn der zweiten Hälfte folgte dann der Schock für die baden-württembergischen Schwaben. Nach einer Vargas-Flanke von links schob Richter das Leder zum 1:2-Anschlusstreffer ins weiß-rote Netz (46.).

Darauf reagierten die Matarazzo-Mannen allerdings cool und hielten am eigenen mutigen Offensiv-Spiel fest. Mit Erfolg: Der überragende Gonzalez flankte von der Strafraumgrenze auf Castro am langen Pfosten, der die Kugel ins FCA-Tor zum 3:1 wuchtete (61.).

Damit hatten sie den Augsburgern den Stecker gezogen, die nun hilflos zuschauten, wie Stuttgart zauberte. Zudem schwächten sie sich noch selbst, als Richter nach einem Foul an Waldemar mit Gelb-Rot vom Platz flog (76.). Den Schlusspunkt setzte dann der eingewechselte VfB-Star Didavi, der eine Flanke von Anton zum 4:1-Endstand reingrätschte (87.).

Weiter geht es für beide Teams am kommenden Samstag, wenn Augsburg beim SV Werder Bremen zu Gast ist (15.30 Uhr) und der VfB Borussia Möchengladbach (18.30 Uhr) empfängt.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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