VfB stürmt nach Schützenfest gegen den SVS auf direkten Aufstiegsplatz

Stuttgart - Was ein schwäbisches Schützenfest! Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart hat am 32. Spieltag gegen den SV Sandhausen mit 5:1 (4:0) gewonnen und steht damit wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. Nicolas Gonzalez erzielte das 1:0 (12.), ehe Gonzalo Castro auf 2:0 für die Schwaben erhöhte (20.). Der Sandhäuser Tim Kister stellte durch ein Eigentor auf 3:0 (28.) für den VfB, bevor Gonzalez das 4:0 erzielte (31.). Zum 1:4 für Sandhausen traf Enrique Pena Zauner (68.). Hamadi Al Ghaddioui setzte mit dem 5:1 (90.+4) den Schlusspunkt. 

Stuttgarts Silas Wamangituka beim Eigentor von Sandhausens Kister zum 3:0.
Stuttgarts Silas Wamangituka beim Eigentor von Sandhausens Kister zum 3:0.  © Marijan Murat/dpa

Im Vergleich zur peinlichen Derby-Pleite beim Karlsruher SC schmiss VfB-Coach Pellegrino Matarazzo die Rotationsmaschine an und veränderte seine Formation auf satten sechs Positionen. 

Prominente Entscheidungen: Kapitän Marc Oliver Kempf kehrte zurück, zudem gab Sasa Kalajdzic sein Startelf-Debüt. Außerdem starteten Atakan Karazor, Orel Mangala, Philipp Förster und Nathaniel Phillips. Nicht von Beginn dabei waren dagegen Clinton Mola, Pascal Stenzel, Hamadi Al Ghaddioui, Holger Badstuber, Marcin Kaminski und der Gelb-gesperrte Wataru Endo.

Doch wer dachte, dass die neu zusammengewürfelte Elf sich erstmal finden müsste, der sah sich nach kurzer Zeit getäuscht.

Der VfB brannte in der leeren Mercedes-Benz Arena von Anpfiff weg ein wahrhaftiges Feuerwerk ab und zeigte sich in beeindruckender Art und Weise gewillt, die Blamage in Karlsruhe vergessen zu machen. So dauerte es nicht lange, bis die Kugel zum ersten Mal im Netz der Sandhäuser zappelte: Nach einer Ecke von Philipp Klement wuchtete Gonzalez per Kopf den Ball zum 1:0 (12.). 

Zufrieden gaben sich die Stuttgarter mit dem frühen Führungstreffer allerdings nicht. Unermüdlich stürmten die Schwaben nach vorne und spielten den SVS an die Wand. Folgerichtig fiel das 2:0: Nach einer missglückten Kopfball-Abwehr der Gäste fiel die Kugel Castro vor die Füße, der mit einem satten Schuss aus 20 Metern den Sandhäuser Keeper überlistete (20.).  

VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez schnürt Doppelpack

Stuttgarts Nicolas Gonzalez (l-r), Atakan Karazor und Philipp Klement jubeln nach dem Tor zum 1:0.
Stuttgarts Nicolas Gonzalez (l-r), Atakan Karazor und Philipp Klement jubeln nach dem Tor zum 1:0.  © Marijan Murat/dpa

Der VfB spielte weiter frisch auf. Auch Silas Wamgangituka, der wie alle Akteure mit dem Brustring in der ersten Hälfte brillierte

In der 28. Minute eroberte er auf der rechten Seite den Ball, drang in den Strafraum ein und schloss ab. Eigentlich war hinter dem Schuss gar nicht genug Wucht, doch SVS-Verteidiger Kister stolperte die Kugel zum Stuttgarter 3:0 ins eigene Tor. 

Aufseiten der Schwaben schien einfach alles zu klappen. So bekam der VfB nach einem Foul an Förster auch noch einen Elfmeter zugesprochen, den Gonzalez zum 4:0 verwandelte (31.).  

In der zweiten Hälfte beruhigte sich dann das Geschehen auf dem Feld. Die Sandhäuser versuchten sich in Ergebniskosmetik, was ihnen in der 68. Minute auch gelang. Nach einer Flanke von Dennis Diekmeier wurde es wild im VfB-Strafraum, SVS-Profi Pena Zauner schaltete am schnellsten und schoss die Kugel ins obere rechte Eck zum 1:4. Das letzte Wort hatten aber die Schwaben: In der Nachspielzeit traf Al Ghaddioui per Flachschuss zum 5:1-Endstand (90.+4). 

Mit diesem Kantersieg setzten die Stuttgarter ein gewaltiges Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz und zogen am Hamburger SV vorbei zurück auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz.  

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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