Hertha-Joker Luca Netz macht Sieg des VfB Stuttgart zunichte!

Stuttgart - Später Dämpfer für den VfB Stuttgart! Die Schwaben holten am 21. Spieltag der 1. Bundesliga nur ein 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen Hertha BSC, obwohl sie die Partie lange Zeit unter Kontrolle hatten.

Herthas 17-jähriges Top-Talent Luca Netz (l.) jubelt über seinen Ausgleichstreffer und sein allererstes Bundesliga-Tor.
Herthas 17-jähriges Top-Talent Luca Netz (l.) jubelt über seinen Ausgleichstreffer und sein allererstes Bundesliga-Tor.  © Tom Weller/dpa

Sasa Kalajdzic brachte den VfB kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.) mit 1:0 in Führung. Der eingewechselte Luca Netz glich für die Hertha aus (82.).

Im Gegensatz zur 2:5-Schlappe gegen Bayer 04 Leverkusen veränderte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo seine Startelf auf vier Positionen. Linksverteidiger Borna Sosa durfte nach einer Frischepause wieder von Beginn an ran, für ihn rotierte Roberto Massimo raus. Außerdem startete Atakan Karazor für den erkälteten Marc Oliver Kempf in der Innenverteidigung. Darüber hinaus durften Erik Thommy und Sasa Kalajdzic von Anpfiff an mitwirken.

Hertha-Coach Pal Dardai hingegen nahm zwei Veränderungen nach der knappen 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München vor. Matteo Guendouzi und Omar Alderete durften von Beginn an ran.

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Nach einem umkämpften Beginn und einer frühen Gelben Karte gegen VfB-Verteidiger Mavropanos machten die Schwaben das Spiel und wurden in der 9. Minute das erste Mal gefährlich, als Wataru Endo nach wunderbarem Doppelpass mit Kalajdzic in aussichtsreicher Position war, aber an Berlins Schlussmann Jarstein scheiterte.

So startete der VfB Stuttgart gegen Hertha BSC

Mit dieser Elf startete Hertha BSC beim VfB Stuttgart

Sasa Kalajdzic bringt den VfB Stuttgart kurz vor der Halbzeitpause in Führung

Stuttgarts Sasa Kalajdzic (r.) jubelt nach seinem Führungstreffer.
Stuttgarts Sasa Kalajdzic (r.) jubelt nach seinem Führungstreffer.  © Tom Weller/dpa

Danach schenkten sich beide Teams nicht viel, wobei der VfB wesentlich mehr in die Offensive investierte, gleichzeitig aber diszipliniert verteidigte und die Hertha nicht zum Zug kommen ließ.

Dennoch dauerte es bis zur 34. Minute, bis es wieder einmal so richtig gefährlich wurde, als Mavropanos nach einer Sosa-Ecke zum Kopfball kam und Jarstein mit einem starken Reflex parierte.

In der Folge startete der VfB eine regelrechte Drangphase, wobei Sasa Kalajdzic in der 38. Minute einen Kopfball übers Tor und nur zwei Minuten später einen Schuss neben den Kasten setzte. Doch kurz vor der Halbzeit belohnte sich der Österreicher dann doch noch.

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Nach einer Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld von Sosa warf sich Kalajdzic in den Ball und köpfte ihn in die Maschen. Schiedsrichter Osmers pfiff zunächst Abseits, doch der VAR griff ein und entschied auf Tor, da die Fußspitze von Hertha-Stürmer Krzysztof Piatek das vermeintliche Abseits aufhob.

Somit ging Stuttgart mit einer hochverdienten 1:0-Führung in die Kabine. Der Beginn der zweiten Hälfte wurde von vielen Ungenauigkeiten beider Mannschaften bestimmt. Die Partie spielte sich in dieser Phase hauptsächlich im Mittelfeld ab. In der 58. Minute wechselte Pal Dardai dann Sami Khedira ein, der damit seine Rückkehr nach Stuttgart feierte und sein 100. Bundesliga-Spiel bestritt.

Joker Luca Netz gleicht für Hertha BSC beim VfB Stuttgart aus

VfB-Keeper Gregor Kobel schlägt nach dem Abpfiff die Hände über dem Kopf zusammen.
VfB-Keeper Gregor Kobel schlägt nach dem Abpfiff die Hände über dem Kopf zusammen.  © Tom Weller/dpa

Nur eine Minute später wurde die Hertha dann plötzlich brandgefährlich! Cunha kam im Strafraum an Karazor vorbei und lupfte den Ball über den hinauseilenden Kobel. Das Leder senkte sich und wäre ins Tor gegangen, doch Waldemar Anton konnte ihn in allerletzter Sekunde von der Linie köpfen.

In der Folge verpasste es die Alte Dame jedoch, entscheidend nachzusetzen, war im Gegensatz zur ersten Hälfte jedoch bemühter, das eigene Offensivspiel auf den Platz zu bringen. Der VfB hingegen stand stabil, ließ keine Großchancen zu, kam selbst aber auch zu keinen.

Dass die Schwaben selbst nicht mehr entscheidend vor das Gehäuse der Berliner kamen, sollte sich dann kurz vorm Spielende tatsächlich noch rächen. In der 82. Minute bekam der VfB die Kugel hinten nicht geklärt, woraufhin Khedira an die Murmel kam. Er chippte sie auf Lukebakio, der zwar wegrutschte, doch der eingewechselte Netz war hellwach, legte das Leder an Kobel vorbei und schob ihn ins leere Tor.

Zum Ende der Partie machte Hertha dann noch mehr Druck und drängte auf das 2:1, was aber nicht mehr gelingen sollte. Somit blieb es beim 1:1, das vor allem aus Sicht der Stuttgarter sich wie der Verlust von zwei Punkten anfühlen muss.

Für den VfB geht es am nächsten Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln weiter, die Hertha empfängt am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) RB Leipzig im Olympiastadion.

Die Berliner jubeln zusammen mit dem Torschützen Luca Netz über das 1:1 beim VfB Stuttgart.
Die Berliner jubeln zusammen mit dem Torschützen Luca Netz über das 1:1 beim VfB Stuttgart.  © Tom Weller/dpa

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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