VfB-Stars im Fokus: Welchen Abgang kann Stuttgart am besten verkraften?

Stuttgart - Die Schwaben blühen immer mehr auf! Nach zuletzt drei Siegen aus den vergangenen vier Partien scheint beim VfB Stuttgart in dieser Saison noch vieles möglich.

Der FC Bayern München soll an VfB-Linksverteidiger Borna Sosa (23, vorne) interessiert sein.
Der FC Bayern München soll an VfB-Linksverteidiger Borna Sosa (23, vorne) interessiert sein.  © Christian Charisius/dpa

Angesichts des achten Tabellenplatzes und der konstanten Leistung von Silas Wamangituka (21), Sasa Kalajdzic (23) und Co. dürfen die Schützlinge von Pellegrino Matarazzo (43) sogar von Europa träumen.

Doch trotz dieser aufstrebenden Mannschaft, die Fans und Fußball-Deutschland mit frischem Offensivkick begeistert, gibt es einen Wermutstropfen. Denn europäische Top-Klubs haben einige der Youngsters längst auf dem Zettel.

Dabei geht es vor allem um Kalajdzic, Wamangituka, Nicolas Gonzalez (22) und Borna Sosa (23). Sportdirektor Sven Mislintat (48) sagte diesbezüglich vor Kurzem: "Die Jungs haben Verträge und keine Klauseln." Musste aber auch einräumen: "Wenn ein Klub aus Europas Top 16 kommt, wird es natürlich schwer für uns."

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Dass der VfB alle seine jungen Wilden zusammenhält, gilt als unwahrscheinlich. Auch Coach Matarazzo sprach bereits von "ein, zwei Leistungsträgern", die ihre Zelte am Neckar abbrechen könnten.

Sasa Kalajdzic und Silas Wamangituka scheinen für den VfB Stuttgart unverzichtbar

Die besten VfB-Torjäger Sasa Kalajdzic (Mitte, 23) und Silas Wamangituka (r., 21) sind in den Fokus der Top-Klubs geraten.
Die besten VfB-Torjäger Sasa Kalajdzic (Mitte, 23) und Silas Wamangituka (r., 21) sind in den Fokus der Top-Klubs geraten.  © Tom Weller/dpa

Doch welchen Abgang könnte der VfB am besten verkraften? Kaum vorstellbar wäre derzeit ein Team ohne Top-Torjäger Kalajdzic. Der Österreicher erzielte bereits 13 Tore, acht davon in den vergangenen sieben Partien. Wo die Schwaben ohne ihn stünden, steht in Anbetracht dieser Wahnsinnsquote in den Sternen.

Ähnlich wichtig war zuletzt Wamangituka, Stuttgarts zweitbester Torjäger mit elf Treffern. Kaum messbar ist allerdings seine Bedeutung fürs Gesamtgebilde.

Denn mit seinen unnachahmlichen Dribblings zieht er gerne Gegenspieler auf sich und ermöglicht Teamkollegen mehr Räume. Beim Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag bereitete er außerdem zwei Tore vor und sorgte in Bedrängnis mit vielen Tempo-Gegenstößen für Entlastung.

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Und Gonzalez? Vor der Saison fürchteten viele Fans, der VfB könnte einen Abgang des Argentiniers nicht verkraften. Jedoch wurde er in den vergangenen vier Spielen, in denen er verletzungsbedingt fehlte, kaum vermisst. Generell war Gonzalez bisher in dieser Spielzeit verletzungsanfällig und hat dementsprechend erst 14 Partien auf dem Buckel.

Sollte Stuttgart in diesem Sommer ein Angebot über circa 30 Millionen Euro für ihn bekommen, könnten die Schwaben mit dem sportlichen Verlust wohl gut leben. Einen zweiten Abgang im Offensivbereich wird Sportdirektor Mislintat dann vermutlich vermeiden wollen.

Einen Verlust von Sosa, an dem der kommende Gegner FC Bayern München Interesse haben soll, könnte der VfB dagegen noch eher kompensieren. Zumindest, sollte dem aktuell verletzten Clinton Mola (20) in der kommenden Saison der Durchbruch gelingen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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