VfB in Geld-Not: Hilft BVB oder Hertha mit Gonzalez-Deal aus der Patsche?

Stuttgart - Sportdirektor Sven Mislintat (47) ist fleißig. Seit dem Aufstieg des VfB Stuttgart bastelt er akribisch an einem Kader mit Bundesliga-Klasse. 

Sportdirektor des VfB: Sven Mislintat (47).
Sportdirektor des VfB: Sven Mislintat (47).  © David Inderlied/dpa

Sein Problem allerdings: Die Corona-Krise hat den schwäbischen Traditionsverein hart getroffen - das Geld fehlt. 

Nur magere fünf Millionen Euro hatte Mislintat als Budget für Transfers zur Verfügung, das nach den Verpflichtungen von Gregor Kobel (4 Millionen Euro), Waldemar Anton (ebenfalls 4), Pascal Stenzel (1,3) und Konstantinos Mavropanos (Leihe, 250.000) schon mehr als ausgeschöpft ist. Satte 4,5 Millionen Euro liegt der VfB aktuell über dem selbst formulierten Limit. 

Logische Schlussfolgerung: Mislintat rechnet mit Abgängen, die frisches Geld in die Kasse spülen. 

Eine Möglichkeit wäre der Verkauf von Pablo Maffeo (23), der aktuell zum FC Girona ausgeliehen ist und wegen einer Klausel im Falle eines Aufstiegs von den Spaniern verpflichtet werden müsste.

Die Rede ist dabei von einer Ablöse bis zu sieben Millionen Euro, wobei fraglich ist, ob sich Girona diesen Transfer überhaupt leisten könnte. 

Schon wahrscheinlicher wäre dagegen, dass ein Verkauf von Nicolas Gonzalez (22) für das dringend benötigte Geld sorgt. 

BVB-Sportdirektor Michael Zorc wüsste bei Gonzalez-Interesse, wen er anzurufen hat

Noch im Dress der Stuttgarter: Nicolas Gonzalez (22).
Noch im Dress der Stuttgarter: Nicolas Gonzalez (22).  © Tom Weller/dpa-Pool/dpa

Der Argentinier wird nämlich nicht müde zu erwähnen, wie gerne er den VfB in diesem Sommer verlassen möchte und die Interessenten stehen Schlange. 

Vertrag hat der 22-Jährige allerdings noch bis 2023 in Stuttgart, weshalb Sportdirektor Mislintat eine komfortable Verhandlungsposition innehat. Bei einer Summe um die 20 Millionen Euro soll der VfB bereit sein, Gonzalez ziehen zu lassen. 

Doch wer zahlt so viel Geld in Zeiten der Corona-Krise? 

Längst wurden der SSC Neapel, Inter sowie AC Mailand, Leeds United und Atalanta Bergamo genannt, die einen Blick auf den Stürmer geworfen haben sollen. 

Die "Bild" brachte nun sogar die Bundesligisten Borussia Dortmund und Hertha BSC als mögliche Abnehmer ins Spiel. 

Das Blatt spekulierte, Gonzalez könne Jadon Sancho (20) beim BVB ersetzen, der kurz vor dem Absprung zu Manchester United stehen soll. Dieser hinterließe aber große Fußstapfen - vermutlich zu große für Gonzalez. 

Doch sollten die Dortmunder tatsächlich Interesse haben, sind die Wege kurz. 

Mislintat arbeitete bei den Westfalen jahrelang als Chef-Scout, sodass BVB-Sportdirektor Michael Zorc (57) die Handynummer seines ehemaligen Kollegen vermutlich schnell zur Hand hätte. 

Titelfoto: Tom Weller/dpa-Pool/dpa

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