VfB-Coach Matarazzo beweist bei Schwaben-Gala Mut: "Kann kein Angsthase sein"

Stuttgart - Der VfB Stuttgart ist wieder obenauf. Mit einer gewaltigen Willensleistung gegen den SV Sandhausen kehrte der schwäbische Fußball-Zweitligist zurück auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz. 

Kann wieder lächeln: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).
Kann wieder lächeln: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).  © Marijan Murat/dpa

"Man hat die Spielfreude gespürt", schwärmte Coach Pellegrino Matarazzo nach Schlusspfiff von der Leistung seiner Schützlinge. 

Dabei war er vor allem von einem begeistert: Nicolas Gonzalez (22). Der Argentinier schnürte nicht nur einen Doppelpack, sondern überzeugte auch mit starkem Willen. 

"Es sind viele Qualitäten, die ich bei Nico schätze. Am meisten gefällt mir aber, dass er ein Siegertyp ist. Er bringt die nötigen Emotionen mit und geht die Extra-Meter", lobte Matarazzo seinen Stürmer. 

Doch auch der Trainer selbst hatte seinen Anteil am Stuttgarter Kantersieg. 

Im Vergleich zur Derby-Pleite tauschte er einmal die komplette Abwehr aus: Clinton Mola, Holger Badstuber, Marcin Kaminski und Pascal Stenzel mussten auf der Bank Platz nehmen und Atakan Karazor, Marc Oliver Kempf und Nathaniel Phillips bildeten die Dreierkette. 

Stuttgarts Nicolas Gonzalez (l-r), Atakan Karazor und Philipp Klement jubeln nach dem Tor zum 1:0.
Stuttgarts Nicolas Gonzalez (l-r), Atakan Karazor und Philipp Klement jubeln nach dem Tor zum 1:0.  © Marijan Murat/dpa

Gegen den 1. FC Nürnberg muss der VfB Stuttgart nun nachlegen

"Habe das Gefühl gehabt, es ist die richtige Entscheidung", begründete Matarazzo die ungewöhnliche Maßnahme. 

Nach dem torlosen Remis gegen den VfL Osnabrück und der Derby-Pleite beim Karlsruher SC hatte der Trainer Mut von seinen Schützlingen gefordert. Diesen hatte er mit den Wechseln nun selbst vorgelebt.

Er sagte: "Wenn ich von den Spielern verlange, mutig zu sein, kann ich selbst kein Angsthase sein."

Für den VfB Stuttgart gilt es jetzt nach der Gala gegen Sandhausen nachzulegen. Am Sonntag müssen die Schwaben nach Nürnberg (15.30 Uhr), eine Woche später kommt es dann im ehemaligen Neckarstadion zum Saison-Finale gegen den SV Darmstadt 98 (15.30 Uhr).

Gewinnt der VfB beide Partien, kehren sie zurück ins Bundesliga-Oberhaus. 

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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