VfB-Boss Hitzlsperger mit Demut in der Corona-Krise: Ministerien haben Wichtigeres zu tun!

Stuttgart - Aufgrund der Corona-Pandemie sind Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August untersagt. Nun sind die Verantwortlichen des deutschen Fußballs in der Pflicht, sich Gedanken über mögliche Geisterspiele zu machen. 

Baden-Württembergs Ministerpräsident: Winfried Kretschmann.
Baden-Württembergs Ministerpräsident: Winfried Kretschmann.  © Marijan Murat/dpa

Dazu erarbeitet die DFL ein Sicherheitskonzept, wofür die 36 Proficlub ein Papier mit ihren Forderungen zusammenstellen müssen. 

Zweitligist VfB Stuttgart hat diesbezüglich seine Hausaufgaben bereits erledigt: "Wir haben unsere Infos geliefert", sagte Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger (37) im Gespräch mit dem Bezahlsender "Sky".

Dabei ging es vor allem darum, wie viele Menschen in einem Stadion sein müssten, um ein Geisterspiel über die Bühne bringen zu können. Beim VfB rechnet man mit 240 Personen. 

Darüber hinaus hielt sich Hitzlsperger aber bedeckt: "Wir warten auf weitere Informationen, da soll nicht jeder Club einzeln seine Interessen vorbringen", so der 37-Jährige.  

Die Vereine kommen schließlich am 23. April zusammen, dann wird über die Wiederaufnahme des Ligabetriebs gesprochen. Ginge es nach den Interessen der DFL, würde dies wohl bereits Anfang Mai geschehen. 

VfB-Boss Hitzlsperger hat Respekt vor den Politikern

Blickt mit etwas Demut auf die aktuelle Situation des Fußballs in der Corona-Krise: VfB-Boss Thomas Hitzlsperger.
Blickt mit etwas Demut auf die aktuelle Situation des Fußballs in der Corona-Krise: VfB-Boss Thomas Hitzlsperger.  © Christian Charisius/dpa

Doch erste Zweifel hinsichtlich eines Schnellstarts dürften nach dem Ministertreffen am Mittwoch aufgekommen sein. 

Dort war nämlich offiziell vom Fußball noch gar keine Rede und es gab nur erste vorsichtige  Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen. 

Das Kontaktverbot (Mindestabstand 1,5 Meter) blieb beispielsweise bis auf Weiteres bestehen. Dies einzuhalten, wäre während einer Fußball-Partie wohl kaum möglich. 

"Wir fahren auf Sicht, weil es solch eine Pandemie ja noch nie gab", sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Vor dessen Arbeit hat VfB-Boss Hitzlsperger übrigens Respekt und zeigte sich demütig: "Ich möchte nicht permanent dort anrufen, weil ich weiß, dass die Leute in den Ministerien sehr viele wichtige Themen auf den Tisch haben und sich nicht jeden Tag mit Fußball beschäftigen können." 

Dafür sind ja auch Vereinsbosse wie Hitzlsperger da, die trotz der fußballfreien Zeit den Laden am Laufen halten. 

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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