VfB-Coach Matarazzo steht unter Druck: "Ich bin nicht fehlerfrei!"

Stuttgart - Mitten im Aufstiegskampf steckt Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart tief in der Krise: erst das torlose Remis gegen den VfL Osnabrück, dann die peinliche Derby-Pleite beim Karlsruher SC

Die Stuttgarter waren nach der Derby-Pleite gegen den KSC am Boden. Hier versucht VfB-Kicker Gonzalo Castro (33) Dominik Kother (20) den Ball abzugrätschen.
Die Stuttgarter waren nach der Derby-Pleite gegen den KSC am Boden. Hier versucht VfB-Kicker Gonzalo Castro (33) Dominik Kother (20) den Ball abzugrätschen.  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

Besonders die Niederlage in Karlsruhe hat bei den VfB-Profis Wirkung hinterlassen, sodass Trainer Pellegrino Matarazzo Aufbauarbeit leisten musste. 

Als er beim Abschlusstraining für das Heimspiel gegen den SV Sandhausen (Mittwoch, 18.30 Uhr) nochmal das Wort an die Mannschaft richtete, war seine Ansprache "einen Tick anders als sonst", sagte er. 

Was genau deren Inhalt war, wollte der 42-Jährige zwar nicht verraten, doch er versicherte: "Wir sind jetzt so eingestellt, dass wir wieder den Spaß am Fußball finden." 

Matarazzo versucht also seinem Team in der Krise eine gewisse Lockerheit vorzuleben. Dass ihm das nicht immer gelingt, gab er bei der Pressekonferenz am Dienstag zu. 

Ein Journalist hatte nämlich den Eindruck, Matarazzo habe nach dem 1:2-Gegentreffer beim KSC an der Seitenlinie nicht ermutigend, sondern eher distanziert und in sich gekehrt gewirkt. 

"Ich bin auch nicht fehlerfrei", erwiderte der Stuttgarter Coach. 

VfB-Coach Matarazzo weiß sich zu helfen, wenn ihm alles zu viel werden sollte

Wirkte zumindest nach der Pleite beim KSC ratlos: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).
Wirkte zumindest nach der Pleite beim KSC ratlos: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42).  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

Ihm sei allerdings bewusst, dass seine Körpersprache von großer Bedeutung für die Mannschaft ist. 

"Bei einem anderen Spiel hatte ich mir auch schon Mal vorgenommen, mich anders zu verhalten", gab der Italo-Amerikaner Einblick. 

Generell ist Matarazzo allerdings überzeugt, dass er weiterhin - trotz wachsendem Druck - Ruhe und Lockerheit auf die Mannschaft ausstrahlen kann. 

Dass er zuletzt bei den Pressekonferenzen vor und nach dem Spiel etwas angespannter wirkte, nahm er zumindest selbst nicht wahr, wie er auf TAG24-Nachfrage entgegnete. 

Sollte der Druck aber trotzdem Mal zu groß werden, wüsste er sich zu helfen. 

"Wenn die Zeit ist, um abzuschalten, dann ruf ich meine Frau an", verriet der 42-Jährige. Ehegattin und Sohn würden dann für die nötige Ablenkung sorgen.

Fährt der VfB gegen Sandhausen keinen Sieg ein, sollte sich die Matarazzo-Familie vielleicht auf einen Anruf aus Stuttgart einstellen. 

Titelfoto: Uli Deck/dpa-pool/dpa

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