Diese Transfers brachen den VfB-Fans das Herz

Stuttgart - Es gibt Dinge im Leben eines Fußballfans, die schmerzen. Besonders hart: Wenn ein Publikumsliebling den eigenen Verein verlässt. 

Mario Gomez (34) beim Jubel nach seinem Treffer gegen Arminia Bielefeld.
Mario Gomez (34) beim Jubel nach seinem Treffer gegen Arminia Bielefeld.  © Gregor Bauernfeind/dpa

Der Pay-TV-Sender "Sky" hat Fans dazu aufgerufen, offenzulegen, welcher Transfer "das Herz gebrochen hat". 

Ganz vorn mit dabei: natürlich der Wechsel von Dortmunds Mario Götze zu den Bayern (2013) und Manuel Neuers Weggang vom FC Schalke nach München im Jahr 2011.  

Doch auch einige Fans des VfB Stuttgart kommentierten den Beitrag beim Kurznachrichtendienst "Twitter", wobei besonders ein Name häufiger fiel: Marcelo Bordon. 

Kein Wunder, denn der Brasilianer war absoluter Publikumsliebling im Ländle. Im Sommer 2004 verließ er die Schwaben in Richtung Schalke und brach damit vielen VfB-Anhängern das Herz. 

Bordon war bis zu seinem Wechsel Teil einer herausragenden Abwehr beim VfB Stuttgart. Mit Fernando Meira, Philipp Lahm und Andreas Hinkel bildete er die Viererkette der Schwaben, die maßgeblich am Rekord des Torwarts Timo Hildebrand beteiligt war. Der Keeper blieb sagenhafte 884 Minuten ohne Gegentor und stellte somit einen Bundesliga-Rekord auf (2002/03 – 2003/04). 

Es waren die erfolgreichen Zeiten des VfB Stuttgart unter Coach Felix Magath. In der Saison 2003/04 spielten die Schwaben sogar Champions League und gewannen in der Vorrunde 2:1 gegen Manchester United. 

Auch der Wechsel von Mario Gomez zum FC Bayern traf die VfB-Anhänger

Früher VfB, heute im Trikot von RB Leipzig: Timo Werner (24).
Früher VfB, heute im Trikot von RB Leipzig: Timo Werner (24).  © Matthias Balk/dpa

Doch der Bordon-Wechsel war nicht der einzige, der die Gemüter des Schwaben-Anhangs mächtig erhitzte. 

Auch der Wechsel von Mario Gomez zum FC Bayern im Jahr 2009 traf viele Anhänger bis ins Mark. Aber der Stürmer-Star fand bekanntlich über Florenz und Wolfsburg längst den Weg zurück in seine Heimat. Beim VfB wird Oldie Gomez (34) vermutlich nach dieser Saison seine Karriere beenden. 

Einem anderen Spieler wird der VfB-Anhang seinen Wechsel wohl nie verzeihen. Es handelt sich um Timo Werner, dessen Abgang zu RB Leipzig viel Enttäuschung hervorrief. 

Was den Wechsel zu den in Stuttgart unbeliebten Leipzigern besonders schlimm machte: Der flinke Stürmer wurde sogar im Stadtbezirk Bad Cannstatt geboren, wo der VfB heimisch ist. 

Wie groß die Abneigung des Stuttgarter Anhangs gegen Werner ist, zeigte sich zuletzt beim VfB-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld. Die Stuttgarter Ultras beteiligten sich an den Protesten gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp mit einem Banner, auf dem geschrieben stand: "Dietmar Hopp ist ein Timo Werner."

Eine Rückkehr des verlorenen Sohns Werner nach Stuttgart scheint für immer ausgeschlossen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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