Der VfB und der Fluch des guten Fußballs

Stuttgart - Mit zehn Punkten aus sieben Spielen feierte der VfB Stuttgart eine imposante Bundesliga-Rückkehr. Zur Länderspielpause rangieren die Schwaben somit auf Platz acht. 

Ging mit gutem Gefühl in die Länderspielpause: VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48).
Ging mit gutem Gefühl in die Länderspielpause: VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (48).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Noch viel wichtiger ist jedoch der Abstand zu den Abstiegsplätzen, der aktuell schon satte sieben Zähler beträgt. Denn trotz des starken Saisonstarts bleiben die Blicke des VfB nach unten gerichtet - auf den Abstiegskampf. 

So gehört es sich für einen anständigen Aufsteiger. Demut zeigen und sich stets dessen bewusst sein, wo man herkommt, wie die Stuttgarter Verantwortlichen gerne betonen.

Dabei zeigt sich, sie haben aus den Fehlern der Vergangenheit, als die VfB-Klubbosse noch zu Größenwahn neigten, gelernt. 

Dem aktuellen Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger (38) sowie dem Sportdirektor Sven Mislintat (48) ist es nämlich lieber, Zurückhaltung zu predigen und anschließend im besten Falle zu überraschen.

Wie sie es aktuell eben tun. Zwar mischt der VfB noch nicht die ganze Liga auf, doch sie spielen im Konzert der Großen munter mit. 

Nach der Länderspielpause trifft der VfB Stuttgart auf die TSG Hoffenheim und den Bayern München

Nicolas Gonzalez (22) ärgert sich bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt über eine vergebene Chance.
Nicolas Gonzalez (22) ärgert sich bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt über eine vergebene Chance.  © Sebastian Gollnow/dpa

Bevor sich einige seiner Profis zu ihren Nationalmannschaften verabschiedeten, sagte Mislintat: "Wir gehen mit einem Gefühl in die Pause, dass wir gegen fast alle Mannschaften in der Lage sind, Punkte zu machen."

Trotzdem waren die meisten der Stuttgarter nach dem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt unzufrieden. Denn es war bereits nach den Partien gegen den 1. FC Köln und Schalke 04 das dritte Remis. 

Das Problem: In allen Spielen waren die Schwaben über weite Strecken überlegen und jeder hatte das Gefühl, es wäre deutlich mehr drin gewesen. 

"Natürlich bin ich ein bisschen angefressen", zeigte sich mit Verteidiger Marc Oliver Kempf (25) nach dem Frankfurt-Spiel nur einer von vielen enttäuscht.

Es ist der Fluch des guten Fußballs, den der VfB derzeit spielt und sie mit der Ausbeute nicht hundert Prozent zufrieden sein lässt. 

Es gibt allerdings schlimmeres. So treffen die Schwaben nach der Länderspielpause zuerst auf die TSG Hoffenheim, ehe der FC Bayern München in der Mercedes-Benz Arena zu Gast ist. Da braucht es nämlich keine zufriedene, satte Spieler, sondern erfolgshungrige. 

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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