VfB und die Verletzungs-Sorgen: "Wir versuchen schon, vorsichtiger zu sein!"

Stuttgart - Man konnte bereits Böses erahnen, als Nicolas Gonzalez (22) nach dem Testspiel gegen den RC Straßburg auf dem Klubgelände des VfB Stuttgart zu seinem Auto humpelte. 

Auch angeschlagen: Verteidiger Konstantinos Mavropanos (22).
Auch angeschlagen: Verteidiger Konstantinos Mavropanos (22).  © Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Dann folgte die Diagnose: Der Argentinier zog sich ein Bündelriss in der Hüftmuskulatur zu und wird dem VfB vier bis sechs Wochen fehlen. 

"Eine bittere Nachricht", kommentierte Sportdirektor Sven Mislintat (47) die erneute Hiobsbotschaft schon beinahe routiniert. 

Schließlich ist Gonzalez neben Clinton Mola (19), Roberto Massimo (19), Philipp Förster, Konstantinos Mavropanos (22), Lilian Egloff (18), Erik Thommy (26) und Mateo Klimowicz (20, muskuläre Probleme) der achte Profi, der aktuell nicht spielfähig ist. 

Trotzdem bemühte sich Mislintat in Gelassenheit: "Wir haben großes Vertrauen in die Spieler in unserem Kader, die in den kommenden Wochen Nicos Position übernehmen werden." 

Überzeugung oder lediglich gute Miene zum bösen Spiel? 

Stuttgart: VfB-Profis versuchen im Training, vorsichtig zu sein

Wird aufgrund seiner Verletzung sehr enttäuscht sein: Nicolas Gonzalez (22).
Wird aufgrund seiner Verletzung sehr enttäuscht sein: Nicolas Gonzalez (22).  © Tom Weller/dpa

Eines ist jedenfalls sicher: Die Gonzalez-Verletzung schmerzt für den VfB doppelt. 

Immerhin pochten die Stuttgarter darauf, dass ein möglicher Transfer des wechselwilligen Argentiniers frisches Geld in die Kassen spülen könnte. Von 20 Millionen Euro Ablöse war dabei die Rede. 

Ein Preis, der sowieso schon sehr hoch gegriffen war, durch die Verletzung aber endgültig unrealistisch scheint. 

Darum ist es so wahrscheinlich wie lange nicht mehr, dass Gonzalez in der anstehenden Saison im VfB-Dress auflaufen wird. 

Freuen können sich die Schwaben darüber aber nur bedingt, weil der Stürmer mindestens in den wichtigen Bundesliga-Partien gegen den SC Freiburg, Mainz 05 und Bayer 04 Leverkusen fehlen wird. 

Sie können nur hoffen, dass bald der ein oder andere Angeschlagene zurückkommt und sich kein weiterer schwer verletzt. 

Grätschen von hinten sind im Training jedenfalls streng verboten. Trainer Pellegrino Matarazzo: "Wir versuchen schon, vorsichtiger zu sein!" 

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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