VfB gibt gegen Frankfurt in wildem Spiel 2:0-Führung aus der Hand!

Stuttgart - Wildes Remis! Der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt trennten sich am 7. Spieltag der 1. Bundesliga 2:2 (2:0) unentschieden. Bei Geisterkulisse in der Mercedes-Benz Arena erzielte Nicolas Gonzalez das 1:0 für Stuttgart (17. Minute/ Foulelfmeter), bevor Gonzalo Castro auf 2:0 erhöhte (37.). André Silva besorgte den Frankfurter Anschlusstreffer (61.), ehe David Abraham den 2:2-Ausgleich erzielte (75.). 

Nicolas Gonzalez (22) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 nach einem Elfmeter.
Nicolas Gonzalez (22) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 nach einem Elfmeter.  © Sebastian Gollnow/dpa

Im Vergleich zum Remis beim FC Schalke 04 rotierte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo auf zwei Positionen. Statt Sasa Kalajdzic und Tanguy Coulibaly starteten Gonzalez und Silas Wamangituka. 

Frankfurts Trainer Adi Hütter tauschte nach dem Unentschieden gegen den SV Werder Bremen nur einmal: Für den verletzten Sebastian Rode (Sehnenreizung) begann Dominik Kohr. 

Tabellarisch trafen zwei Nachbarn aufeinander. Die Frankfurter (10.) benötigten dringend einen Sieg, um sich nach oben orientieren zu können, während der VfB (7.) über jeden Punkt für den Klassenerhalt glücklich wäre. 

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Somit gingen die Schwaben mit einer gewissen Leichtigkeit ins Spiel und waren in einer Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten die gefährlichere Mannschaft. 

Durch schnelle Tempogegenstöße stellten sie die Frankfurter Abwehr vor große Probleme. Besonders Torjäger Gonzalez wirbelte die SGE-Verteidigung um Martin Hinteregger, Makoto Hasebe und David Abraham immer wieder kräftig durcheinander. 

So auch in der 17. Minute, als Almamy Touré den Stuttgarter Stürmer nur mit einem Foul stoppen konnte und Schiedsrichter Sascha Stegemann auf Elfmeter entschied. Gonzalez war es anschließend selbst, der vom Punkt aus die Kugel flach ins linke Eck zum 1:0 für die Schwaben einschob. 

Die Anfangself des VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt

Die Startformation von Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart

Gonzalo Castro erzielt das 2:0 für den VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt

Großer Frankfurter Jubel nach dem 2:2-Ausgleich durch David Abraham.
Großer Frankfurter Jubel nach dem 2:2-Ausgleich durch David Abraham.  © Sebastian Gollnow/dpa

Trotzdem blieb die Partie ausgeglichen. Nach einem Fehlpass von Atakan Karazor im eigenen Strafraum, hätte Daichi Kamada den Ausgleich machen müssen, doch dessen Abschluss zischte links am Gehäuse vom VfB-Keeper Gregor Kobel vorbei (21.). 

Besser machten es kurze Zeit später die Stuttgarter. Der bärenstarke Gonzalez steckte die Kugel auf Castro durch, der alleine aufs SGE-Tor zulief und den Ball vorbei an Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp zum 2:0 verwandelte (37.). 

Anschließend waren die Hessen komplett verunsichert und der VfB drückte aufs 3:0. Weil es den Schwaben nicht gelang diese Phase auszunutzen, blieb es zur Halbzeit beim 2:0 für die Hausherren. 

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In der zweiten Hälfte wurde es dann wild. Erst rettete VfB-Abwehrmann Karazor nach einem Schuss von Dominik Kohr auf der Linie (51.), dann landete ein Kopfball von Mateo Klimowicz an der Latte des Eintracht-Gehäuses (56.). 

Andre Silva und David Abraham gleichen für Eintracht Frankfurt beim VfB Stuttgart aus

VfB-Angreifer Silas Wamangituka (21) befindet sich im Sandwich der Eintracht-Spieler Steven Zuber (29, l.) und Martin Hinteregger (28, r.).
VfB-Angreifer Silas Wamangituka (21) befindet sich im Sandwich der Eintracht-Spieler Steven Zuber (29, l.) und Martin Hinteregger (28, r.).  © Sebastian Gollnow/dpa

Die Hessen investierten nun mehr und belohnten sich umgehend.

Nach einer Doppelpasskombination mit Kamada brachte Kohr den Ball in den Strafraum, wo Silva goldrichtig stand und die Kugel zum 2:1-Anschluss über die Linie drückte (61.).

Anschließend übernahmen die Frankfurter komplett die Kontrolle über das Geschehen und drängten passive Stuttgarter in ihre eigene Hälfte.

Folgerichtig fiel der Ausgleich: Nach einer Ecke von rechts durch Aymen Barkok köpfte Abraham zum verdienten 2:2 für die Frankfurter ein (75.).

In der Schlussphase agierten beide Teams hektisch. Keinem gelang aber mehr der entscheidende Treffer, sodass sie sich mit dem einen Zähler zufriedengeben mussten.

Nun muss der VfB nach der Länderspielpause bei der TSG 1899 Hoffenheim ran (Samstag, 15.30 Uhr), die Frankfurter haben dagegen ein Heimspiel gegen RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr) vor der Brust. 

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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