VfB-Machtkampf: Vereinsbeirat nominiert noch keine Kandidaten für das Präsidentenamt!

Stuttgart - Wie weiter im VfB-Machtkampf? Der Vereinsbeirat gibt bekannt, vorerst keine Entscheidung treffen zu wollen, wer bei der kommenden Mitgliederversammlung für das Präsidentenamt kandidieren darf.

Wolf-Dietrich Erhard ist der Vorsitzende des Vereinsbeirats beim VfB Stuttgart.
Wolf-Dietrich Erhard ist der Vorsitzende des Vereinsbeirats beim VfB Stuttgart.  © Maximilian Haupt/dpa

Das geht aus einer Mitteilung des Beirats auf der offiziellen Homepage des VfB Stuttgart vom Montagnachmittag hervor.

"Es werden keine finalen Entscheidungen vor dem Abschluss der Untersuchung zu den Datenschutzvorwürfen und der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse getroffen und kommuniziert", heißt es.

Dies bedeutet im Umkehrschluss: Solange die beauftragte Firma Esecon noch mit der Aufklärung des Datenschutzskandals beschäftigt ist, werden von Seiten des Vereinsbeirats keine Kandidaten für die Präsidentschaftswahl nominiert. Somit könnte es auch unter Umständen zu einer Verschiebung der anstehenden Mitgliederversammlung am 18. März kommen.

In der vergangenen Woche führte der Vereinsbeirat bereits erste Bewerbungsgespräche mit den Bewerbern Claus Vogt (51), Thomas Hitzlsperger (38) und Volker Zeh.

In der Mitteilung vom Montag wird jetzt betont, dass sich das Gremium - insbesondere was Hitzlsperger und Vogt angehe - zu keiner schnellen Entscheidung kommen könne, ob einer von ihnen oder gar beide zur Wahl aufgestellt werden sollten. "Der Vereinsbeirat (...) muss sich andererseits aber auch mit der geäußerten Kritik und den getätigten gegenseitigen Vorwürfen der internen Bewerber kritisch auseinandersetzen und diese überprüfen".

Darüber hinaus kündigte der Beirat an, von seinem Recht Gebrauch zu machen, wonach das Organ befugt sei, von sich aus mögliche andere Kandidaten für das Präsidentenamt anzusprechen. Dafür werde ein Personaldienstleister beauftragt, "um höchstmögliche Neutralität zu gewährleisten".

Präsidentschaftslösung beim VfB Stuttgart sowohl ohne Claus Vogt und Thomas Hitzlsperger?

Insgesamt lässt das Vorgehen seitens des Beirats vermuten, dass eine Lösung angepeilt werden könnte, wonach letztlich weder Claus Vogt noch Thomas Hitzlsperger für das Präsidentenamt kandidieren sollen.

Das Gremium werde sich zumindest aus der öffentlich geführten Diskussion um die beiden Personen heraushalten, da es darin "einen Schaden für den VfB Stuttgart, das Amt des Präsidenten und zuletzt für die handelnden Personen selbst" erkennt.

Titelfoto: Maximilian Haupt/dpa

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