VfB-Nervenkitzel: Gelingt der nächste Schritt in Richtung Bundesliga?

Stuttgart - Die ständigen Leistungsschwankungen des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart zerren bei den Fans an den Nerven: Erst der Last-Minute-Triumph über den Hamburger SV, dann die Nullnummer gegen den VfL Osnabrück und schließlich die Derby-Blamage beim Karlsruher SC. 

Gegen Sandhausen war die Erleichterung groß: Stuttgarts Nicolas Gonzalez (l-r), Atakan Karazor und Philipp Klement jubeln nach dem Tor zum 1:0.
Gegen Sandhausen war die Erleichterung groß: Stuttgarts Nicolas Gonzalez (l-r), Atakan Karazor und Philipp Klement jubeln nach dem Tor zum 1:0.  © Marijan Murat/dpa

Doch als sich viele schon auf eine erneute Zweitliga-Saison einstellten, überraschte der VfB mit einem 5:1-Kantersieg im Heimspiel gegen den SV Sandhausen und die Stimmung in Stuttgart war plötzlich wieder obenauf. 

Sogar ein kleiner Auto-Korso fand in der Mercedes-Straße statt. 

"Der VfB ist ein sehr emotionaler Verein", wusste Coach Pellegrino Matarazzo im Vorfeld der Partie beim 1. FC Nürnberg zu schätzen, doch im Endspurt des Aufstiegsrennens wolle er versuchen, zumindest die extremen Emotionen nicht an die Mannschaft heranzulassen. 

Dabei sprach er besonders von der Medienberichterstattung. 

Er verstehe zwar, warum vor paar Tagen noch vom "Weltuntergang" die Rede war und jetzt "euphorisch" gelobt werde, doch für Matarazzo sei der Mittelweg wichtig.

VfB-Coach Matarazzo kehrt in Nürnberg an alte Wirkungsstätte zurück

Will im Aufstiegskampf Ruhe bewahren: VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo (42).
Will im Aufstiegskampf Ruhe bewahren: VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo (42).  © Uli Deck/dpa-pool/dpa

Bedeutet: "Ruhe bewahren, sachliche Analyse und inhaltlich arbeiten", um den Erfolg zu ermöglichen, so der Stuttgarter Trainer.  

Sein Einfluss ist dabei aber begrenzt: "Es ist der Job der Mannschaft, die Energie auf den Platz zu bringen. Ich kann an ein paar Schrauben drehen, aber am Ende gehen sie den Weg", betonte der Coach, der in Nürnberg an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren wird. Von 2010 bis 2017 war er im Jugendbereich der Cluberer tätig. 

So war Matarazzo noch Nürnberger, als der VfB das letzte Mal im Franken einen großen Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr machte. 

Damals gewann der VfB am 31. Spieltag durch einen Treffer von Florian Klein in der Nachspielzeit mit 3:2. 

Es war eines der Spiele, das den VfB-Fans besonders in Erinnerung blieb. Vielleicht wird es am Sonntag ähnlich. 

Dann brauchen die schwäbischen Anhänger allerdings erneut Nerven wie Drahtseile. 

Titelfoto: Uli Deck/dpa-pool/dpa

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