Was für ein Griechen-Solo! VfB Stuttgart landet Befreiungsschlag gegen Hoffenheim

Stuttgart - Schwäbischer Befreiungsschlag! Der VfB Stuttgart hat nach einer starken Willensleistung mit 3:1 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewonnen.

Chris Führich (l.) machte bei seinem Bundesliga-Startelf-Debüt für den VfB ein richtig gutes Spiel.
Chris Führich (l.) machte bei seinem Bundesliga-Startelf-Debüt für den VfB ein richtig gutes Spiel.  © Tom Weller/dpa

Vor 24.211 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena erzielte Marc Oliver Kempf das 1:0 (18. Minute), bevor Konstantinos Mavropanos für den VfB auf 2:0 (60.) stellte und Roberto Massimo mit dem 3:0 die Partie entschied. Jacob Bruun Larsen gelang nur noch der Treffer zum 3:1 (84.).

Im Vergleich zum 0:0-Remis beim VfL Bochum hat VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo seine Startaufstellung auf zwei Positionen verändert. So begannen Kempf und Chris Führich für Mateo Klimowcz und Hamadi Al Ghaddioui.

Nach dem 3:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg tauschte TSG-Trainer Sebastian Hoeneß nur einmal. Anstelle von Christoph Baumgartner startete Dennis Geiger.

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Zu Beginn war die Partie zerfahren. Beide Teams konzentrierten sich zunächst auf die Defensive, während es in der Offensive an Präzision fehlte.

So dauerte es 16 Minuten bis die TSG zum ersten Mal gefährlich vors Tor kam. Andrej Kramaric ließ VfB-Sechser Atakan Karazor an der Strafraumgrenze aussteigen und zog aus zentraler Position ab - doch der Schuss zischte halb hoch am linken Pfosten vorbei.

So startete der VfB Stuttgart ins Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Die Aufstellung der TSG 1899 Hoffenheim beim VfB Stuttgart

Marc Oliver Kempf trifft für den VfB Stuttgart gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Marc Oliver Kempf (M.) wird nach seinem Treffer zum 1:0 von seinen Kollegen Omar Marmoush (l.) und Atakan Karazor (r.) bejubelt.
Marc Oliver Kempf (M.) wird nach seinem Treffer zum 1:0 von seinen Kollegen Omar Marmoush (l.) und Atakan Karazor (r.) bejubelt.  © Tom Weller/dpa

Nur kurze Zeit später hatten die Hoeneß-Schützlinge ihre beste Gelegenheit der ersten Hälfte. Diadie Samassekou setzte Ihlas Bebou in Szene, der von rechts aus spitzem Winkel aufs Tor schoss - die Kugel landete jedoch an der Unterkante der Querlatte und sprang zurück ins Feld (17.).

Jetzt war der VfB hellwach. Führich stürmte über die linke Seite und peilte das lange Eck an. Doch TSG-Schlussmann Oliver Baumann hatte den Braten gerochen und wehrte den Ball zur Ecke ab (18.). Die servierte Omar Marmoush von rechts, direkt auf den Kopf von Kempf, der die Pille über die Linie zur Stuttgarter 1:0-Führung drückte (18.).

Im Anschluss entwickelte sich ein gutes Bundesliga-Duell mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Nach einem Fehler von Karazor kam Kramaric links aus spitzem Winkel zum Abschluss, doch VfB-Keeper Florian Müller war zur Stelle (32.).

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Die Schwaben zeigten sich an diesem Tag in der Offensive deutlich verbessert. Dementsprechend hätten sie einen draufsetzen können: Wataru Endo ging nach einem feinen Zuspiel von Marmoush den Strafraum entlang, ehe er die Murmel geschickt auf Führich zurücklegte. Der Ex-Paderborner zwang Baumann mit einem Schuss aus 16 Metern zu einer Glanzparade (34.).

Mavropanos und Massimo legten für den VfB Stuttgart nach, Bruun Larsen mit dem Anschluss

Nach unglaublichem Sololauf zum 2:0 setzt Konstantinos Mavropanos mit einem Jubellauf noch einen drauf.
Nach unglaublichem Sololauf zum 2:0 setzt Konstantinos Mavropanos mit einem Jubellauf noch einen drauf.  © Tom Weller/dpa

In der zweiten Hälfte hatten die Schwaben die Partie vollkommen im Griff. Sie ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen und zogen der TSG somit den Stecker.

Auch in den Zweikämpfen war der VfB gedanklich schneller als die Kraichgauer. So wie in der 60. Minute: Mavropanos luchste Sargis Adamyan im Mittelfeld den Ball ab, anschließend setzte der Grieche zu einem brachialen Sololauf über die rechte Seite an, ehe er sich die Kugel auf den linken Fuß legte und eiskalt ins linke Eck zum 2:0 einschoss.

Der VfB ließ in der Folge kaum noch etwas anbrennen. Stattdessen setzte er noch einen drauf: Tanguy Coulibaly bediente den eingewechselten Massimo auf rechts, der die Kugel von der Strafraumecke ins lange Eck zum 3:0 in die Maschen drosch (81.).

Der TSG gelang nur noch der Treffer zum 3:1: Larsen schoss aus halblinker Position ins rechte Eck ein (84.). So gelang den Schwaben nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg der Befreiungsschlag.

Nach der Länderspielpause geht es für die TSG freitags am 15. Oktober (20.30 Uhr/DAZN) gegen den 1. FC Köln weiter. Einen Tag später am 16. Oktober (18.30 Uhr/Sky) gastiert der VfB bei Borussia Mönchengladbach.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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