"Was wollen wir?": VfB-Coach Matarazzo nimmt ungewohnt scharf sein Team in die Pflicht

Stuttgart - Es ist wirklich zum Haare raufen! Seit dem 5:1-Auftakt-Triumph über die SpVgg Greuther Fürth hat der VfB Stuttgart kein Spiel mehr gewonnen.

Beim VfB Stuttgart hängen nach den schwachen Leistungen zuletzt etwas die Köpfe.
Beim VfB Stuttgart hängen nach den schwachen Leistungen zuletzt etwas die Köpfe.  © Tom Weller/dpa

Ergatterten die Schwaben bei Eintracht Frankfurt immerhin noch einen Zähler, hagelte es gegen RB Leipzig, den SC Freiburg und Bayer 04 Leverkusen verdiente Niederlagen.

"Die Leistung der letzten Wochen hat mir nicht gepasst", versuchte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43) erst gar nicht, einen Hehl aus seiner Unzufriedenheit zu machen.

Neben den individuellen Fehlern in der Defensive, die sich seit mehreren Spieltagen wie ein roter Faden durchziehen, prangert der Trainer im Vorwärtsgang vor allem die mangelnde Präzision an.

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Dementsprechend hat Matarazzo das Spiel gegen den VfL Bochum am heutigen Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) zum Schlüsselspiel ausgerufen. An der Castroper Straße will er von seinem Team endlich einen deutlichen Fortschritt sehen.

Darauf legt der Stuttgarter Trainer den Fokus, nicht auf die tabellarische Situation, die für die Schwaben zuletzt allerdings auch ungemütlicher wurde.

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo stellt die Charakterfrage

Was wollen wir, was können wir? Diese Frage stellt sich derzeit VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43).
Was wollen wir, was können wir? Diese Frage stellt sich derzeit VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43).  © Tom Weller/dpa

Immerhin ist der VfB Stuttgart durch die Leverkusen-Pleite auf den 14. Tabellenplatz abgerutscht und im Falle einer weiteren Niederlage würde sogar Aufsteiger Bochum an Stuttgart vorbeiziehen.

Verständlich also, dass Coach Matarazzo auf der Pressekonferenz ungewohnt scharf eine "Reaktion" von seinen Schützlingen einfordert. Er wolle eine "Energie" auf dem Feld sehen. Dies umzusetzen, sei "eine Charakterfrage".

Die Partie in Bochum sehe der Trainer auch als "wichtiges Spiel" an, um schlau aus seinem Team zu werden: "Was wollen wir, was können wir?"

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Matarazzos Plan: "Tiefe Räume sehen, tiefe Räume besprinten" und den "Gegner auseinanderziehen", um sich schlussendlich mit flachen Pässen durch die Bochumer Defensive zu kombinieren.

Zuvor könnte es vielleicht helfen, sich etwas vom FC Bayern München abzuschauen. Der Rekordmeister spielte Bochum beim 7:0-Kantersieg am vergangenen Spieltag in Grund und Boden.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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