Weder Bayern noch dem BVB gelang es: RB holt den VfB zurück auf den Boden der Tatsachen!

Stuttgart - Es war eine bittere Pleite, die der VfB Stuttgart am Samstagabend bei klirrender Kälte gegen RB Leipzig hinnehmen musste.

Gregor Kobel (23) hält den VfB Stuttgart mit seinem gehaltenen Elfmeter vorerst im Spiel.
Gregor Kobel (23) hält den VfB Stuttgart mit seinem gehaltenen Elfmeter vorerst im Spiel.  © Tom Weller/dpa

Denn die Sachsen haben dem Aufsteiger, der vor wenigen Wochen noch einen 5:1-Triumph bei Borussia Dortmund feierte, die Grenzen aufgezeigt und die Schwaben auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Zwar hielt Stuttgart bis zum Schluss das Spiel offen und verlor nur 0:1, doch selten hatte man das Gefühl, dass für den VfB ein Punkt drin gewesen wäre.

So ließen die Sachsen nur eine einzige Großchance zu. Und es war bezeichnend, dass diese keiner aus der zuletzt glänzenden Stuttgarter Offensivabteilung hatte, sondern Verteidiger Waldemar Anton (24), dessen Schuss schließlich von RB-Schlussmann Peter Gulacsi (30) pariert wurde.

Die Leipziger zogen der jungen VfB-Offensive um Silas Wamangituka (21) von Beginn an den Zahn, indem sie durch hohes Pressing den schwäbischen Spielaufbau störten.

In einer Art und Weise, wie es weder Borussia Dortmund gegen den VfB gelang, noch dem FC Bayern München bei ihrem 3:1-Sieg in Stuttgart.

VfB Stuttgart konnte gegen RB Leipzig die Heimmisere nicht beenden

VfB-Verteidiger Waldemar Anton (24) würde am liebsten im Boden versinken.
VfB-Verteidiger Waldemar Anton (24) würde am liebsten im Boden versinken.  © DPA/Tom Weller

So bestätigte RB seine Ambition, im Kampf um die Meisterschaft ein Wörtchen mitzureden.

Schon vor der Partie sagte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43) über Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann (33): "Ich traue ihm zu, um den Titel mitzuspielen. Ob er ihn gewinnt, wird man sehen. Aber er wird auf jeden Fall um den Titel mitspielen."

Nach der Partie legte der Stuttgarter Übungsleiter diesbezüglich nach und mutmaßte, RB sei "wahrscheinlich die beste Mannschaft gegen die wir gespielt haben."

Auch Keeper Gregor Kobel (23), der durch den gehaltenen Elfmeter den VfB zunächst im Spiel hielt, lobte den Gegner aus Sachsen: "Sie haben es uns schwergemacht." "Wir haben es übers gesamte Spiel nicht geschafft, Druck aufzubauen."

Bitter für den VfB: Trotz der bisher starken Saison gelang den Schwaben noch kein einziger Heimsieg.

Nun ist Stuttgart am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg zu Gast, ehe sie gegen Borussia Mönchengladbach die nächste Gelegenheit bekommen, die Heimmisere zu beenden.

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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