Diagnose für Linienrichter ist da: Bierbecherwurf macht Gittelmann "fassungslos"

Bochum - Nicht zu unterschätzende Verletzungen nach dem widerwärtigen und feigen Bierbecherwurf! Immerhin wurde Schiedsrichterassistent Christian Gittelmann (39) mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen, ist wieder zu Hause und erholt sich.

Christian Gittelmann (39) wurde von dem vollen Bierbecher am Hinterkopf getroffen und erlitt dabei Verletzungen.
Christian Gittelmann (39) wurde von dem vollen Bierbecher am Hinterkopf getroffen und erlitt dabei Verletzungen.  © dpa/Bernd Thissen

Doch er sagte auch: "Der Treffer hat mich mitgenommen, zumal es mich mit voller Wucht und unerwartet am Kopf getroffen hat", so der Linienrichter in einem auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) am Samstag veröffentlichten Interview.

"Ich habe mich gestern nach dem Vorfall vorsichtshalber im Krankenhaus untersuchen lassen. Es wurde eine Schädelprellung und ein Schleudertrauma diagnostiziert." Die Tat mache ihn "fassungslos".

Gittelmann war am Freitagabend zum Auftakt des 27. Spieltags in der Bundesliga beim Spiel von Aufsteiger VfL Bochum gegen Borussia Mönchengladbach von einem Getränkebecher am Kopf getroffen worden.

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Die Partie war daraufhin rund 20 Minuten vor Schluss beim Stand von 2:0 für die Fohlen abgebrochen worden.

"Jetzt werde ich mir ein paar Tage nehmen, um zur Ruhe zu kommen und die Sache zu verarbeiten", sagte Gittelmann. "Ich bin froh, wenn ich schnellstmöglich wieder auf den Platz zurückkehren kann. Schon am kommenden Wochenende bin ich für einen Länderspiel-Einsatz eingeplant."

Gittelmann sagte zudem: "Wir haben vor dem Anpfiff dem DFB-Ehrenpräsidenten Egidius Braun, der im Übrigen selbst Schiedsrichter war, gedacht, dessen Werte ich in der DFB-Stiftung Egidius Braun als Projektleiter an junge Menschen vermitteln darf."

Er ergänzte: "Wir haben den Krieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen für uns alle. Gerade in Zeiten, in denen Zusammenhalt und Rücksicht in unserer Gesellschaft endlich einen führenden Platz haben sollten, braucht niemand solche Bilder."

Titelfoto: dpa/Bernd Thissen

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