Pokalsensation! VfL Osnabrück wirft Werder Bremen raus

Osnabrück - Der Bundesliga-Absteiger ist raus! Der VfL Osnabrück hat den SV Werder Bremen in der 1. Runde des DFB-Pokals mit 2:0 (1:0) geschlagen und für die erste echte Überraschung gesorgt.

Abwehrchef Maurice Trapp (3.v.r.) köpfte den VfL Osnabrück kurz vor der Pause mit 1:0 in Front.
Abwehrchef Maurice Trapp (3.v.r.) köpfte den VfL Osnabrück kurz vor der Pause mit 1:0 in Front.  © dpa/David Inderlied

Vor 5400 Zuschauern an der Bremer Brücke köpfte Maurice Trapp in der 44. Minute nach einem Eckball zur verdienten Führung ein. Mit einem spektakulären Fernschuss aus der eigenen Spielhälfte machte Sven Köhler in der Nachspielzeit (90.+4) alles klar.

Beide Nordlichter waren zuletzt 1981 in einem Pflichtspiel aufeinander getroffen und stecken jetzt nach ihren Abstiegen mitten in einem Umbruch. Dieses rasante und chancenreiche Spiel zeigte aber, dass die Osnabrücker beim Neuaufbau ihrer Mannschaft schon deutlich weiter sind als die Bremer.

Werder trat ohne die beiden Angreifer Josh Sargent und Yuya Osako an, die kurz vor einem Transfer zu Norwich City in England beziehungsweise Vissel Kobe in Japan stehen.

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Für sie zog Trainer Markus Anfang den gebürtigen Osnabrücker und früheren VfL-er Felix Agu von der Außenverteidiger-Position in den Drei-Mann-Sturm vor. Dort hatte der 21-Jährige schon nach 30 Sekunden die erste große Chance dieses Spiels. In dem Tempo ging es weiter.

Die Lila-Weißen agierten mutig sowie schnörkellos und hatten eine besonders gefährliche Waffe in ihrem Repertoire: Standardsituationen. Schon vor Trapps Führungstor traf Lukas Gugganig nach einem Eckball nur die Latte (22.).

Anfangsformation des VfL Osnabrück für das DFB-Pokal-Heimspiel gegen den SV Werder Bremen

Startelf des SV Werder Bremen beim VfL Osnabrück

VfL Osnabrück zieht dem SV Werder Bremen den Zahn und schafft die Pokal-Überraschung!

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Dem VfL Osnabrück ist die kleine Sensation gelungen: Man hat Werder Bremen aus dem Wettbewerb geworfen.  © dpa/David Inderlied

Werder suchte dagegen nach spielerischen Lösungen. Der mit Abstand gefährlichste Bremer war Rechtsaußen Eren Dinkci, der gleich dreimal an Torwart Philipp Kühn scheiterte (18./42./65.) und den VfL-Trainer Daniel Scherning dazu zwang, in der Halbzeitpause einen neuen Gegenspieler für ihn einzuwechseln.

Die zweite Hälfte begann mit einem Lattenkopfball von Niclas Füllkrug (47.). Der Werder-Stürmer köpfte kurz darauf aus ähnlicher Position noch zweimal am Tor vorbei (47./57.).

Die Bremer waren nun deutlich gefährlicher, nutzten aber selbst beste Chancen wie bei zwei Pfostenkopfbällen von Nicolai Rapp nicht (74./90.+1).

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Die Osnabrücker spielten weiterhin mit viel Leidenschaft und Einsatz, schafften aber kaum noch längere Phasen der Entlastung. Eine große Hilfe waren dem VfL die lautstarken Fans, die ihre Mannschaft immer wieder nach vorne trieben.

Schon vor dem Anpfiff waren die Spieler mit einem großen Plakat über den Rasen gegangen, auf dem stand: "Endlich wieder Brückenroar mit euch."

Titelfoto: dpa/David Inderlied

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