Wer steigt auf? Osnabrück hofft auf Relegations-Wunder, FCI hat alles in der Hand

Osnabrück - Der VfL Osnabrück steht in der Relegation der 2. Bundesliga vor einer kaum zu lösenden Aufgabe. Das bittere 0:3 im Hinspiel beim Drittliga-Dritten FC Ingolstadt ist eine schwere Hypothek. Helfen soll die Teil-Rückkehr der Fans. Die Ingolstädter wollen indes nicht nachlassen.

Der VfL Osnabrück steht in der Relegation der 2. Bundesliga vor einer kaum zu lösenden Aufgabe. Das 0:3 beim FC Ingolstadt ist eine schwere Hypothek.
Der VfL Osnabrück steht in der Relegation der 2. Bundesliga vor einer kaum zu lösenden Aufgabe. Das 0:3 beim FC Ingolstadt ist eine schwere Hypothek.  © Matthias Balk/dpa

"Aufgeben gibt's nicht" - lautet es am Sonntag bei den Osnabrückern. "Abheben verboten" beim FC Ingolstadt. Vor dem Rückspiel in der Relegation (13.30 Uhr, ZDF und DAZN) um den letzten Platz in der kommenden Saison der 2. Liga sind Ausgangs- sowie Stimmungslagen höchst unterschiedlich.

Nach dem ernüchternden 0:3 am Donnerstag im Hinspiel in Ingolstadt haben Durchhalteparolen in Osnabrück entsprechend Hochkonjunktur.

"Wir werden alles versuchen, das Wunder vielleicht noch zu schaffen", sagte VfL-Trainer Markus Feldhoff (46). Seine Mannschaft müsse "von der ersten Sekunde an brennen. Wir brauchen an der Bremer Brücke einen außergewöhnlichen Moment."

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Einen außergewöhnlichen Moment hatte die Osnabrücker bereits im Hinspiel - wenn auch einen außergewöhnlich schwachen. Einen Hauch der leistungsfördernden Atmosphäre an der Bremer Brücke soll die Teil-Rückkehr von Zuschauern bringen. "Am Sonntag vor 2000 Zuschauern müssen wir alles rausblasen, ein frühes 1:0 machen, dann brennt die Hütte in Osnabrück und es wird noch mal richtig spannend", sagte VfL-Routinier Ulrich Taffertshofer (29).

Zu verlieren haben Taffertshofer und seine Kollegen nichts mehr. Ganz anders die Ingolstädter. "Wir gehen das Spiel an, als wenn es 0:0 ist", versicherte daher Defensivspieler Tobias Schröck. Das 3:0 bedeute "noch gar nichts."

FC Ingolstadt will nicht wieder auf der Zielgeraden scheitern

Die Ingolstädter wollen nicht wieder auf der Zielgeraden scheitern. Ihnen droht sonst der Pleiten-Hattrick in der Relegation, nachdem sie schon in den vergangenen beiden Jahren erst gegen den SV Wehen Wiesbaden und dann gegen den 1. FC Nürnberg gescheitert waren. "Wir dürfen 0,0 nachlassen", forderte Trainer Tomas Oral (48) vor dem zweiten Duell deshalb.

Immerhin ein Mal war der FC Ingolstadt seit Wiedereinführung der Relegation im Jahr 2009 erfolgreich - doch das liegt elf Jahre zurück. Die Relegations-Bilanz des VfL Osnabrück liest sich noch schlechter: drei Mal dabei (2009, 2011, 2013), drei Mal gescheitert. Es bedarf schon eines sehr großen Wunders, damit die Negativ-Bilanz nicht ausgebaut wird.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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