VfL Wolfsburg erkämpft Remis gegen französischen OSC Lille

Lille (Frankreich) - Bundesliga-Tabellenführer VfL Wolfsburg hat zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison einen glücklichen Punkt beim französischen Meister OSC Lille geholt.

Auch in Unterzahl verteidigten Josuha Guilavogui (l.) und Maximilian Arnold (M.) vom VfL Wolfsburg das torlose Remis.
Auch in Unterzahl verteidigten Josuha Guilavogui (l.) und Maximilian Arnold (M.) vom VfL Wolfsburg das torlose Remis.  © dpa/AP/Michel Spingler

Beim 0:0 im Stade Pierre Mauroy erreichten die Wölfe am Dienstagabend mit einer schwachen Leistung ein brauchbares Ergebnis.

In der letzten halben Stunde spielten sie sogar in Unterzahl, weil Verteidiger John Anthony Brooks in der 62. Minute nach einem Handspiel Gelb-Rot sah.

Nur drei Minuten zuvor hatte der VfL durch Maximilian Philipp zum ersten Mal überhaupt in dieser Partie auf das gegnerische Tor geschossen (59.).

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Glück hatten die Wolfsburger in der Nachspielzeit: Erst köpfte José Fonte am knapp am Wolfsburger Tor vorbei, dann nahm der Videoschiedsrichter einen verhängten Foulelfmeter wieder zurück (90.+6).

Lille war vor seinen lautstarken Fans die deutlich gefährlichere Mannschaft und traf kurz nach der Pause auch zum vermeintlichen 1:0. Ein Treffer von Jonathan David wurde vom Video-Schiedsrichter jedoch wieder einkassiert, weil der Ball zuvor im Seitenaus gewesen war.

Von Champions-League-Niveau war diese Partie weit entfernt. Gerade die Wolfsburger spielten schon fahrig und gehemmt, bevor dieser Abend durch Brooks' Platzverweis zur reinen Abwehrschlacht wurde.

So beginnt der VfL Wolfsburg das Champions-League-Match gegen Lille

Die Startaufstellung vom OSC Lillie

Burak Yilmaz wurde den Wölfen gefährlich

VfL Wolfsburgs Maxence Lacroix (r.) gegen Burak Yilmaz vom OSC Lille.
VfL Wolfsburgs Maxence Lacroix (r.) gegen Burak Yilmaz vom OSC Lille.  © dpa/AP/Michel Spingler

Trainer Mark van Bommel hatte zu Beginn genau die Spieler auf den Rasen geschickt, denen die Qualifikation für den wichtigsten Wettbewerb des Vereinsfußballs in der vergangenen Saison gelungen war.

Das bedeutete zum einen, dass die beiden Top-Transfers Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon) und Lukas Nmecha (Manchester City) zunächst nur auf der Bank saßen. Und zum anderen, dass die Wolfsburger mit Josuha Guilavogui, Maxence Lacroix und Jerome Roussillon mehr Franzosen in seiner Startelf hatte als der französische Meister.

Das Ziel war, dieses Spiel zu kontrollieren und Lilles schnellen Angreifern Jonathan David und Jonathan Ikoné möglichst wenig Raum zu geben. Doch die vielen Ballverluste im Wolfsburger Spiel machten eine Kontrolle nahezu unmöglich.

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Außerdem bereitete den Niedersachsen vor allem ein Mann Stress, der seine Karriere vor fünf Jahren eigentlich schon in China ausklingen lassen wollte und der nun im Alter von 36 Jahren doch noch einmal in die Champions League zurückgekehrt ist: der türkische Mittelstürmer Burak Yilmaz, von den eigenen Fans schon beim Warmlaufen lautstark angefeuert.

Schon in der achten Minute kam Guilavogui im Strafraum gerade noch rechtzeitig vor ihm an den Ball. Ein Freistoß des Routiniers (13.) wurde ebenfalls gefährlich. Nur nach einem Sololauf des Kanadiers David geriet Yilmaz' Abschluss zu harmlos (21.).

Den schwachen Eindruck der ersten Halbzeit vermochten die Wölfe auch nach der Pause nicht zu korrigieren. Der nicht gegebene Treffer der Franzosen und Brooks' wiederholte Missgeschicke machten die ganze Anfälligkeit deutlich. Nur VfL-Torwart Koen Casteels stand Lilles ungleichem Stürmerduo in der zweiten Hälfte noch im Weg. In der 64. Minute parierte der Belgier gegen den 21 Jahre jungen David, kurz darauf gegen den 15 Jahre älteren Yilmaz (69.).

Titelfoto: dpa/AP/Michel Spingler

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