DFB setzt Zeichen: Ex-Werder-Coach Markus Anfang nach Impfpass-Affäre lange gesperrt!

Frankfurt/Main - Saftige Strafe für Markus Anfang (47)! Der ehemalige Trainer des SV Werder Bremen darf wegen der Nutzung eines gefälschten Impfpasses in dieser Saison nicht mehr als Trainer arbeiten.

Markus Anfang (47) muss mindestens bis zum Sommer warten, ehe er wieder als Trainer arbeiten darf.
Markus Anfang (47) muss mindestens bis zum Sommer warten, ehe er wieder als Trainer arbeiten darf.  © dpa/Carmen Jaspersen

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes sperrte ihn am Dienstag rückwirkend ab dem 20. November für ein Jahr, setzt diese Strafe aber ab dem 10. Juni 2022 bis zum 30. Juni 2023 zur Bewährung aus. Zudem muss er 20.000 Euro Geldstrafe zahlen.

Sein Assistent Florian Junge (36) darf für zehn Monate nicht mehr als Trainer arbeiten und muss darüber hinaus 3000 Euro zahlen. Für ihn wird die Strafe ab dem 1. Juni 2022 bis zum 30. Juni 2023 auf Bewährung ausgesetzt.

Hans E. Lorenz (70), der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, erklärte: "Markus Anfang und Florian Junge haben durch ihr Handeln in erheblichem Maße gegen die Vorbildfunktion als Trainer verstoßen. Im Hinblick auf ihre abgelegten Geständnisse ist es aber gerechtfertigt, einen Teil der Sperre zur Bewährung auszusetzen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, zur Saison 2022/2023 ein neues Engagement einzugehen."

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Die beiden hatten sich im vergangenen Spätsommer jeweils einen gefälschten Impfausweis besorgt, der sie als "zweifach gegen das Coronavirus geimpft" auswies, was aber in der Realität nicht der Fall war. Das wurde jedoch erst später bekannt. So nahmen sie ab dem frühen Herbst auch nicht mehr an den im DFB-/DFL-Hygienekonzept vorgeschriebenen Testungen von Werder teil.

Auch Ex-Werder-Assistenzcoach Florian Junge (36) muss nun einige Zeit aussetzen und darf seinen Job nicht ausüben.
Auch Ex-Werder-Assistenzcoach Florian Junge (36) muss nun einige Zeit aussetzen und darf seinen Job nicht ausüben.  © dpa/Michael Bahlo

Was sie auffliegen ließ, war, dass sie den gefälschten Impfausweis auch dem Bremer Gesundheitsamt vorlegten, um sich infolge des Kontakts mit dem damals an Corona erkrankten Bremer Spieler Marco Friedl (23) der gesetzlich vorgeschriebenen Quarantäne zu entziehen.

Titelfoto: dpa/Carmen Jaspersen

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