Impfpass vom zurückgetretenen Werder-Coach Anfang beschlagnahmt!

Bremen - Immer neue Details rund um Markus Anfang (47)! Nach dem Rücktritt des Trainers vom SV Werder Bremen hat die hiesige Staatsanwaltschaft nun dessen Impfpass beschlagnahmt.

Die Impfpässe von Markus Anfang (47, l.) und seinem Assistenten Florian Junge (35) werden nun von der Staatsanwaltschaft Bremen überprüft.
Die Impfpässe von Markus Anfang (47, l.) und seinem Assistenten Florian Junge (35) werden nun von der Staatsanwaltschaft Bremen überprüft.  © dpa/Thomas Frey

"Inwieweit der Impfausweis tatsächlich falsch ist, das werden wir zeitnah klären können", sagte Staatsanwalt Frank Passade am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Anfang hat die Vorwürfe klar zurückgewiesen. Zuerst hatten Radio Bremen und danach die "Deichstube" über die Beschlagnahmung berichtet.

Neben dem Cheftrainer hatte auch dessen Co-Trainer Florian Junge (35) vor dem Topspiel in der 2. Bundesliga zwischen den Grün-Weißen und dem FC Schalke 04 seinen Rücktritt erklärt. Gegen den Assistenten gibt es laut Werder-Mitteilung ebenfalls staatsanwaltschaftliche Ermittlungen.

Die Polizei war am Freitagabend bei Anfang mit einem Durchsuchungsbeschluss für dessen Privatwohnung vorstellig geworden.

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"Wir haben einen Beschluss erwirkt, der uns berechtigt hätte, seine Wohnung zu durchsuchen. Das war nicht erforderlich, da die Unterlagen, die wir haben wollten, uns zur Verfügung gestellt worden sind, sodass wir dies nicht durchführen mussten", sagte Passade.

Sollte sich Verdacht gegen Markus Anfang bestätigen, meint DFL: "Ein nicht hinnehmbarer Affront"!

Markus Anfang (47) trat am Samstag als Trainer vom SV Werder Bremen zurück.
Markus Anfang (47) trat am Samstag als Trainer vom SV Werder Bremen zurück.  © dpa/Uwe Anspach

Anfang und sein Co-Trainer Junge hätten kooperiert und den Beamten ihre Impfausweise sowie weitere Unterlagen ausgehändigt, hieß es vom Staatsanwalt.

Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich mit deutlichen Worten zu dieser Causa geäußert.

"Wir kennen die Fakten nicht. Sollte sich aber der im Raum stehende Verdacht bestätigen, wäre dies ein nicht hinnehmbarer Affront gegenüber allen, die sich in den vergangenen Monaten haben impfen lassen und so ihren Beitrag zur Corona-Eindämmung geleistet haben", teilte die DFL am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

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Grundsätzlich gelte: "Die DFL sowie alle 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga haben in den vergangenen Monaten immer die Impf-Kampagne gegen Corona unterstützt - und werden hier gerade in der momentan schwierigen Situation keinesfalls nachlassen."

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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