Direkter Wiederaufstieg? Werder-Coach Markus Anfang hat andere Ziele

Bremen - Beim SV Werder Bremen laufen seit Samstag die sportlichen Vorbereitungen auf die künftige und vor allem unfreiwillige Saison in der 2. Bundesliga. Doch vom direkten Wiederaufstieg will der neue Trainer Markus Anfang (47) erst einmal nichts wissen.

Markus Anfang (47, Vertrag bis 2023) soll den sportlichen Wiederanfang beim SV Werder Bremen angehen.
Markus Anfang (47, Vertrag bis 2023) soll den sportlichen Wiederanfang beim SV Werder Bremen angehen.  © Carmen Jaspersen/dpa-Pool/dpa

Zu Beginn des Wochenendes trommelte das Trainerteam des SVW seine Kicker zusammen, ließ es aber zunächst einmal ruhig und locker angehen.

Am Sonntag ging es dann erstmals ins Taktische, der Mannschaft wurde von Anfang und seinem Staff dargelegt, welche Art Fußball fortan für die Werderaner stehen soll.

Zunächst plant der 47-Jährige, täglich nur eine Trainingseinheit abzuspulen, "damit die Jungs auch ein bisschen Regenerationszeit haben".

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Zudem sollen technisch-taktische Dinge im 11-gegen-11 erarbeitet, im Training aber später nur von insgesamt 16 Spielern ausgeführt werden, "um den athletischen Teil mehr in den Vordergrund zu stellen, weil es sehr wichtig sein wird, dass wir eine Stabilität und Intensität in der 2. Liga haben".

Die Stimmung sei am Wochenende gut gewesen, "die Jungs geben Gas", bestätigte der neue Trainer, der von Ligarivale SV Darmstadt 98 kam.

SV Werder Bremen: "Wiederaufbau vor Wiederaufstieg!"

Neuzugang Anthony Jung (29, r.) soll der Dirigent in der Abwehr werden.
Neuzugang Anthony Jung (29, r.) soll der Dirigent in der Abwehr werden.  © Michael Bahlo/dpa

Der aktuell noch sehr aufgeblähte Kader macht die Trainingsarbeit nicht gerade einfach. Man müsse derzeit mit vielen Akteuren arbeiten, die im Sommer noch zu einem anderen Verein wechseln werden.

Das ist auch bitter nötig. Denn Bremens Einnahmen minimierten sich, gutbezahlte Profis sollen daher abgegeben werden.

Markus Anfang plant jetzt aber mit allen ihm aktuell zur Verfügung stehenden Kickern. Sollte es dann Abgänge geben, hofft er, dass die in Bremen bleibenden Spieler den Neuzugängen helfen können.

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Abgesehen von der Rückkehr von Leihspielern ist Anthony Jung (29) bislang der einzige Neue an der Weser. Der Vertrag des Verteidigers beim dänischen Klub Bröndby IF lief aus, der ehemalige RB-Leipzig-Profi konnte ablösefrei übersiedeln.

"Er ist vielseitig einsetzbar, hat sowohl Innen- und Außenverteidiger als auch in der Dreierkette den linken Part gespielt", hebt der neue Coach seine Fähigkeiten hervor. "Was für uns auch wichtig ist, dass ein neuer Spieler mit positiver Energie und Stimmung kommt."

Insgesamt strebt Anfang nicht sofort die schnelle Rückkehr in die Bundesliga an und bremste damit auch rasch die Erwartungen der Fans. "Wir müssen erst aufbauen, müssen Säulen bedienen. Dann Spieler bekommen, die die Mannschaft besser machen und am Ende kommen die Ergebnisse. Wiederaufbau vor Wiederaufstieg!"

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa-Pool/dpa

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