Werder-Coach Kohfeldt nach Pleite gegen Union erzürnt: "Frechheit", Fans: "Totalversagen"!

Bremen - Beim SV Werder Bremen brennt nach der 0:2-Heimpleite gegen den 1. FC Union Berlin der Baum! SVW-Coach Florian Kohfeldt (38) war nach der Partie sichtlich angefressen und ordnete den Auftritt seiner Elf mit deutlichen Worten ein.

Niclas Füllkrug (27) feierte nach seiner Wadenverletzung sein Comeback, konnte die Wende aber auch nicht herbeiführen.
Niclas Füllkrug (27) feierte nach seiner Wadenverletzung sein Comeback, konnte die Wende aber auch nicht herbeiführen.  © Carmen Jaspersen/dpa

Am Sky-Mikrofon schimpfte er: "Wir waren passiv, nicht in den Zweikämpfen, haben keine zweiten Bälle gewonnen. All das, was wir machen wollten, haben wir nicht gemacht und so kannst du kein Spiel gewinnen."

Besonders ärgerlich für den Trainer, der schon unter der Woche die fehlende Intensität im Training kritisiert hatte: "Vielleicht hat der eine oder andere nach den zwei Siegen schon wieder geträumt, aber das war eine ganz schlechte Leistung von uns heute."

Allerdings stellte er klar: "Es ist keine Einstellungsfrage. Ich bin sehr gerne bereit, in der Tiefe zu analysieren, aber heute weiß ich nicht, wo ich anfangen soll. Wenn es ein Einstellungsproblem sein sollte, worauf ich nicht abziele mit meiner Aussage, dann müsste sich der eine oder andere ganz stark hinterfragen, weil: Mit welcher Arroganz sollten wir ein Einstellungsproblem haben?"

Das ist mal eine klare Aussage! In dasselbe Horn stieß Abwehrspieler Theodor Gebre Selassie (34).

Der Routinier wurde - ebenfalls am Sky-Mikrofon - sogar noch deutlicher: "Die Zweikämpfe haben nicht gestimmt, vor allem die erste Hälfte war von uns allen eine Katastrophe."

Fans des SV Werder Bremen wüten unter dem Facebook-Ergebnispost

SV Werder Bremen spielte gegen den 1. FC Union Berlin wie ein Absteiger

Werder-Coach Florian Kohfeldt (38) war mit der Leistung seiner Mannschaft überhaupt nicht einverstanden.
Werder-Coach Florian Kohfeldt (38) war mit der Leistung seiner Mannschaft überhaupt nicht einverstanden.  © Carmen Jaspersen/dpa

Die Anhänger der Grün-Weißen stimmten da nicht nur ein, sie setzten bei Facebook sogar noch einen drauf. Das häufigste Emoji beim Facebook-Ergebnispost war "wütend".

Auch die Kommentatoren wurden sehr deutlich: "Totalversagen", "grauenhaftes Spiel", "grausam", katastrophale 1. Halbzeit" und "lustlos" waren nur einige der gefrusteten Fan-Einschätzungen.

Einer meinte sogar: "Meinen größten Respekt an alle, die sich das 90 Minuten angeschaut haben!" Klar ist: mit Auftritten wie diesen vergraulen die Bremer ihre Anhängerschaft.

Denn der SVW ließ sich von den Eisernen den Schneid abkaufen, war in den Zweikämpfen unterlegen und fand offensiv überhaupt nicht zu seiner Linie, weshalb Union nicht mal Bäume ausreißen musste, um den sicheren Auswärtserfolg einzufahren.

Bremen spielte wie ein Absteiger und hat Glück, dass sich die Konkurrenz im Tabellenkeller bislang sogar noch unfähiger angestellt hat.

Deshalb steht Kohfeldt mit seinem Team auf Rang 14 und hat weiterhin vier Zähler Vorsprung auf Arminia Bielefeld. Doch mit Nicht-Leistungen wie gegen die Köpenicker wird es ganz schwer, auch am Ende über dem Strich zu stehen. Und am kommenden Samstag wartet der nächste schwere Brocken: Bayer 04 Leverkusen!

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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