Trainer-Hammer in Bremen! Werder haut Kohfeldt doch noch raus, Schaaf übernimmt

Bremen - Auf den allerletzten Drücker! Der SV Werder Bremen hat sich einen Spieltag vor dem Ende der Saison doch noch von Trainer Florian Kohfeldt (36) getrennt.

Florian Kohfeldt (36) muss seinen Platz als Trainer des SV Werder Bremen doch noch räumen.
Florian Kohfeldt (36) muss seinen Platz als Trainer des SV Werder Bremen doch noch räumen.  © Matthias Balk/dpa

Der frühere langjährige Coach Thomas Schaaf (60) betreut das Team bis zum Saisonende, wie der abstiegsbedrohte Bundesligist am Sonntag mitteilte. Schaaf saß von 1999 bis 2013 unterbrochen auf der Trainerbank der Grün-Weißen und soll sie vor dem ersten Gang in die Zweitklassigkeit seit 1980 bewahren.

Der SVW hatte das wichtige Spiel beim mittlerweile geretteten FC Augsburg am Samstag mit 0:2 verloren. Letztmalig hatten die Norddeutschen am 10. März (2:0 bei Arminia Bielefeld) ein Punktspiel gewonnen. Es folgten neun Partien ohne Dreier, darunter acht Pleiten.

"Leider hatten wir nach dem Spiel in Augsburg nicht mehr die Überzeugung, mit Florian Kohfeldt den Klassenerhalt schaffen zu können. Daher haben wir am Abend nach dem Spiel mit den Gremien beraten und sind am Ende zu dieser Entscheidung gekommen", sagte Geschäftsführer Frank Baumann (45).

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"Wir sind weiterhin überzeugt, dass Florian Kohfeldt ein hervorragender Trainer ist, allerdings waren wir uns einig, jetzt noch einmal eine Veränderung vorzunehmen, um doch noch den Klassenerhalt zu erreichen. Wir danken Florian für alles, was er für Werder getan hat und wünschen ihm alles erdenklich Gute".

SV Werder Bremen " froh, dass Thomas in der für den Verein so prekären Situation übernimmt!"

Thomas Schaaf (60, r.) soll jetzt die Kohlen aus dem Feuer holen und den SV Werder vor dem Abstieg retten.
Thomas Schaaf (60, r.) soll jetzt die Kohlen aus dem Feuer holen und den SV Werder vor dem Abstieg retten.  © Carmen Jaspersen/dpa

Man sei zudem "froh, dass Thomas diese Aufgabe in der für den Verein so prekären Situation übernimmt. Wir erhoffen uns von ihm, dass er seine Erfahrung einbringen und die Spieler für das letzte Saisonspiel bestens einstellen kann", so Baumann weiter.

Es werd darum gehen, "ihnen die unbedingte Überzeugung und den absoluten Willen für das letzte Saisonspiel und eventuell auch für die Relegation mit auf den Weg zu geben, um unser Ziel zu erreichen."

Im letzten Bundesligaspiel trifft der Tabellensechzehnte am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) im heimischen Weserstadion auf Borussia Mönchengladbach, die selbst noch die Europa Conference League erreichen will.

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Ein Mammutprojekt, das jetzt für Thomas Schaaf ansteht. "Das ist natürlich eine riesige Herausforderung, aber wir haben noch alle Möglichkeiten, um in der Liga zu bleiben. Wir haben nur wenig Zeit, werden aber alles tun, um mit Leidenschaft, Zuversicht und dem Glauben an unsere eigene Stärke in die Partie zu gehen und am Ende erfolgreich zu sein", so der 60-Jährige.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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