Vorschau Thüringenpokal: Marschiert Carl Zeiss Jena locker ins Finale?

Saalfeld/Jena - Wer zieht ins Finale des Thüringenpokals ein? Wird der FC Carl Zeiss Jena seiner großen Favoritenrolle gerecht, oder können die Underdogs erneut überraschen?

FCC-Kapitän Rene Eckardt (l.) und Theodor Bergmann haben gut lachen. Werden die Jenaer auch nach dem Halbfinale gegen Saalfeld ein Lächeln auf den Lippen haben?
FCC-Kapitän Rene Eckardt (l.) und Theodor Bergmann haben gut lachen. Werden die Jenaer auch nach dem Halbfinale gegen Saalfeld ein Lächeln auf den Lippen haben?  © IMAGO / Matthias Koch

Ein Regionalligist, ein Oberligist, ein Siebtligist und einmal Kreisoberliga: Die Ausgangslage und vor allem die Rollenverteilung sind vor den am Sonntag stattfindenden Halbfinals im Fußball-Thüringenpokal klar. Doch in den vergangenen Runden haben die Außenseiter bewiesen, dass sie die großen Namen ärgern können.

In Halbfinale Nummer eins nimmt es Titelverteidiger Carl Zeiss Jena mit dem FC Saalfeld aus Liga sieben auf. Auf ihrem Weg in die Vorschlussrunde räumten die Saalfelder mit einem Schützenfest den SC 03 Weimar aus dem Wettbewerb (6:0) und konnten im Viertelfinale Landesligist Struth/Diedorf mit 2:1 nach Verlängerung in die Knie zwingen. Als Lohn wartet die Einzige noch im Pokal vorhandene Profimannschaft.

Nach zwei deutlichen Siegen gegen Ligakonkurrent Meuselwitz (5:0) und Oberligist Wacker Nordhausen (4:0) hat der FCC seine Titelambitionen nochmal kräftig unterstrichen.

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Doch trotz der zwei klaren Siege hat FCC-Trainer Dirk Kunert (53) vor dem Spiel im "Stadion an den Saalewiesen" mit großen personellen Problemen zu kämpfen. Mit Verkamp, Steinherr, Leibelt und Fiedler fallen vier Akteure verletzungsbedingt aus. Auf die Einsätze von Langer und Kapitän Eckardt hofft man derweil noch in den Kernbergen.

Nichtsdestotrotz ist das Selbstvertrauen und der Glauben an die eigene Stärke beim dreimaligen DDR-Meister ungebrochen. "Wir haben gut trainiert, haben die letzten Aufgaben gut gelöst und gehen mit einer gesunden Überzeugung in die Partie", erklärte Kunert.

Sorgt Thüringen Jena für die nächste Sensation?

Im Viertelfinale schaltete Fahner Höhe den favorisierten FC Rot-Weiß Erfurt aus. Gegen Thüringen Jena ist der Oberligist Favorit. Wird die Mannschaft dieser Rolle gerecht?
Im Viertelfinale schaltete Fahner Höhe den favorisierten FC Rot-Weiß Erfurt aus. Gegen Thüringen Jena ist der Oberligist Favorit. Wird die Mannschaft dieser Rolle gerecht?  © IMAGO / Christian Heilwagen

Die wahrscheinlich größte Überraschung im verbleibenden Teilnehmerfeld stellt der FC Thüringen Jena dar. Der Kreisoberligist steht erstmals in seiner Vereinsgeschichte im Halbfinale des Landespokals und darf von einem möglichen Finale und Stadtderby mit dem FC Carl Zeiss Jena träumen.

Doch bevor es so weit ist, muss die Mannschaft von Trainer Steffen Geisendorf den nächsten höherklassigen Verein aus dem Weg räumen. Nach Siegen über Verbandsligist Arnstadt (4:1) und dem Landesklasse-Verein Büßleben (3:1) wartet nun der FC An der Fahner Höhe.

Als Favorit geht Oberligist Fahner Höhe ins Spiel, nicht zuletzt, weil die Herren mit Sitz im thüringischen Gräfentonna im Viertelfinale den FC Rot-Weiß Erfurt mit 2:1 aus dem Wettbewerb kegeln konnten.

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Ein Selbstläufer wird die Begegnung gegen den Sensations-Halbfinalisten allerdings nicht werden. Thüringen Jena hat bislang eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Ligazugehörigkeit in dieser Saison nicht entscheidend ist.

Beide Partien werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen. Der MDR überträgt die Spiele im Livestream.

Titelfoto: IMAGO / Matthias Koch

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