Bann gebrochen! HC Elbflorenz beendet in Hüttenberg seine Sieglos-Serie

Hüttenberg - Endlich! Wie viele Felsen sind Rico Göde und seinen Jungs wohl am Samstagabend von der Seele und den Schultern gefallen? Neun Spiele konnte der HC Elbflorenz nicht gewinnen, Spiel zehn kam nicht noch dazu. Denn beim TV 05/07 Hüttenberg fuhr der HCE seinen dritten Saisonsieg ein - 26:25 (14:10).

Julius Dierberg behielt vom Sechs-Meter-Punkt die Nerven.
Julius Dierberg behielt vom Sechs-Meter-Punkt die Nerven.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Doch die ersten zehn Minuten sah es zunächst nicht so aus, als könnte das ein besinnlicher erster Advent für die Elbestädter werden. Denn der Start wurde nicht nur verschlafen, sondern regelrecht weggeworfen.

Sage und schreibe neun Versuche hatte es gebraucht, bis der HCE in Person von Ivar Stavast in der 8. Minute erstmals ins Hüttenberger Tor traf - 1:3.

Dass der Abstand zu diesem Zeitpunkt nicht noch größer war, lag vor allem an der Unzulänglichkeit der Hausherren. Das zweitschlechteste Heim-Team der Liga (ein Sieg und sechs Niederlagen, nur Rostock ist schlechter) machte seinem Ruf alle Ehre und ließ einiges liegen.

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HC Elbflorenz Torhüterwechsel brachte dem HC Elbflorenz nichts: Pokal abgehakt, Dessau kommt

Nur 54 Prozent ihrer Würfe brachten die Hausherren bis zur Pause ins Ziel. Der HCE war da mit 63 Prozent effektiver - und das, obwohl Top-Torjäger Lukas Wucherpfennig überraschend fehlte.

Oskar Emanuel vertrat den zweitbesten Werfer der Liga zumindest im ersten Durchgang würdig und traf bis zur Pause vier seiner fünf Würfe, am Ende waren es fünf von acht.

Julius Dierberg wurde vom Sieben-Meter-Punkt seiner Stellvertreter-Rolle gerecht: Er verwandelte sechs von sechs und hat nun tolle 601 Zweitliga-Tore auf dem Buckel.

Ivar Stavast kehrt nach Halstreffer kurz vor Schluss zurück

Der niederländische Nationalspieler Ivar Stavast konnte nach langer Behandlung doch noch mitwirken.
Der niederländische Nationalspieler Ivar Stavast konnte nach langer Behandlung doch noch mitwirken.  © Lutz Hentschel

Erst in der 18. Minute ging Dresden erstmals in Führung - 7:6 durch Philipp Jungemann.

Still und heimlich hatte der HCE das Spiel erst ausgeglichen und danach den Vorsprung auf vier Tore ausgebaut. Es war nicht schön anzusehen, aber es reichte, was auch über der zweiten Halbzeit so stehen kann.

Denn ganz langsam büßte das Göde-Team seinen zwischenzeitlich auf fünf Tore angewachsenen Vorsprung wieder ein, und bekam scheinbar Angst vor der eigenen Courage.

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Sogar so sehr, dass man mit hanebüchenen Fehlern kurz vor Schluss den Hausherren noch den möglichen Ausgleich auf dem Silbertablett servierte. Doch Hüttenberg lehnte nicht weniger notbeholfen ab.

Neben dem Sieg die beste Nachricht des Abends: Stavast konnte nach langer Behandlung und Pause am Ende doch wieder mitwirken.

In der 20. Minute musste der niederländische Nationalspieler nach einem Halstreffer raus und blieb bis knapp 15 Minuten vor Schluss auf der Bank. Dann kehrte er aber doch noch aufs Parkett zurück.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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