Böse HCE-Heimpleite gegen Potsdam! Rico Göde: "Haben verdient verloren"

Dresden - Drei Tage nach dem 25:24 gegen Erstligist Minden und dem Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale wurde der HC Elbflorenz in der 2. Bundesliga auf den harten Boden der Realität zurückgeholt. Gegen den VfL Potsdam setzte es eine bittere 33:36-Heimpleite.

Dresdens Arseniy Buschmann (am Ball) setzt hier am Kreis zum Wurf an. Er erzielte zwei Treffer.
Dresdens Arseniy Buschmann (am Ball) setzt hier am Kreis zum Wurf an. Er erzielte zwei Treffer.  © Matthias Rietschel

Die Gastgeber wollten den Schwung vom Pokalsieg mit ins Ost-Duell nehmen, doch das gelang mit Abstrichen nur in den ersten Minuten.

Da ging die Mannschaft von Chefcoach Rico Göde 3:2 durch Nils Kretschmer und 4:3 durch Rene Zobel in Führung. Auffällig in der Folgezeit: die deutlich zu vielen Ballverluste und Fehler. Der HCE blieb sieben Minuten ohne Tor, die Partie kippte zum 4:8.

Die Gäste waren - obwohl ihnen mehrere wichtige Spieler fehlten - deutlich körperlicher, lauffreudiger, abgezockter.

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Was die Hausherren im Eins-gegen-eins zeigten: über weite Strecken katastrophal. Die Fehlerquote nach den ersten 30 Minuten war mit 8:2 deutlich, das Torverhältnis ebenfalls - 14:18.

HCE kämpft sich nochmal heran, bringt aber am Ende nichts

Philip Jungemann (r.) kommt zu spät, kann den Ball nicht mehr erreichen.
Philip Jungemann (r.) kommt zu spät, kann den Ball nicht mehr erreichen.  © Matthias Rietschel

1411 Zuschauer in der BallsportARENA hofften in der Pause auf eine Wende, doch nach Wiederanpfiff gab es sofort einen herben Dämpfer. Innerhalb von 125 Sekunden schlug Potsdam dreimal zu.

Erst in der 36. Minute gelang Sebastian Greß der erste HCE-Treffer in der zweiten Hälfte. Der Kapitän verkürzte auf 15:22, setzte damit in dem immer ruppiger werdenden Duell ein Zeichen.

Jetzt ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die "Tiger" kämpften sich auf 19:22 heran. Dreimal konnten sie in der Folgezeit bis auf einen Treffer verkürzen. Zu mehr reichte es nicht. Nach dem 25:26 (47.) ließ sich Potsdam nicht mehr beeindrucken und schlug zurück - 25:30.

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"Wir haben verdient verloren", sagte Chefcoach Göde deutlich angefressen. "Die erste Halbzeit kann ich nicht erklären. Wir haben viel zu viele Zweikämpfe verloren."

Titelfoto: Matthias Rietschel

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