Pleite trotz klarer Führung, 9. Spiel ohne Sieg: HC Elbflorenz rutscht auf Abstiegsplatz!

Dresden - Als Dormagens Ian Hüter mit seinem Treffer in der vorletzten Sekunde die 25:26 (13:11)-Heimpleite des HC Elbflorenz besiegelt hatte, herrschte beim Verlierer nur noch unfassbare Bitterkeit.

Ivar Stavast sank nach der Pleite gegen Dormagen auf den Boden.
Ivar Stavast sank nach der Pleite gegen Dormagen auf den Boden.  © Lutz Hentschel

Keeper Marius Noack verkroch sich in eine Ecke seines Tores, Mindaugas Dumcius hockte konsterniert am Boden, Ivar Stavast kniete auf dem Feld und vergrub sein Gesicht.

HCE-Präsident Uwe Saegeling ging trotz der Enttäuschung von Spieler zu Spieler, klopfte seinen Männern tröstend auf die Schulter. "Wir wollten unbedingt den Sieg - für die Mannschaft, die Fans, den Verein. Das tut unbeschreiblich weh", sagte Julius Dierberg niedergeschlagen.

21:16 hatten die Dresdner Zweitliga-Handballer vor 1520 lautstarken Zuschauern nach 42 Minuten geführt. Doch nach dem 23:20 (49.) durch Lukas Wucherpfennig gelang dem HCE neun Minuten kein Treffer.

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Die Partie war in dieser Zeit zum 23:25 gekippt. 34 Sekunden vor Schluss glich Regisseur Sebastian Greß zum 25:25 aus, aber selbst zum Remis reichte es letztlich nicht.

Mindaugas Dumcius war die Enttäuschung anzusehen.
Mindaugas Dumcius war die Enttäuschung anzusehen.  © Lutz Hentschel

HC Elbflorenz verliert trotz "bester Leistung seit Wochen"

Rico Göde bleibt weiter als Chefcoach im Amt.
Rico Göde bleibt weiter als Chefcoach im Amt.  © Lutz Hentschel

"Nach der Moral, die wir im Spiel gezeigt haben, hätte ich mit einem Punkt gut leben können", sagte Chefcoach Rico Göde.

Und legte den Finger auf die Wunde: "Nach dem 21:16 hatten wir die Chance, uns auf sechs oder sieben Tore abzusetzen. Aber dann kommt eine krasse Phase, die wir brutalst verlieren - vorn wie hinten. Wir machen Fehler, leisten uns eine dämliche Zeitstrafe, treffen nicht - das ist der Fakt."

"In der Schlussphase hat uns auch das Glück gefehlt. Wir treffen mehrfach Pfosten und Latte", sagte Wucherpfennig (6/3 Tore). Und betonte: "Trotz der Niederlage bin ich positiv gestimmt. Das war unsere beste Leistung seit Wochen. Emotionalität, Einsatz und Wille stimmen."

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Nach dem 9. Spiel ohne Sieg (2:16 Punkte) ist der HC Elbflorenz erstmals auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Personelle Konsequenzen wird es aber nicht geben.

Boss Saegeling sagte TAG24: "Wir wollen gemeinsam aus dieser Situation raus, bleiben als Trainerteam und Mannschaft so zusammen, wie wir sind."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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