Umjubelter Derbysieg des HC Elbflorenz, aber es ist noch viel Luft nach oben!

Dresden - Die Handballer des HC Elbflorenz feierten mit ihren Fans lautstark den 30:27-Derbysieg in der heimischen BallsportARENA. Die Gäste vom EHV Aue schlichen dagegen bitter enttäuscht vom Feld. Unterschiedlicher konnten die Emotionen nach dem heiß umkämpften Duell vor 1500 Zuschauern nicht sein.

Mario Huhnstock (r.) wurde zu Recht gefeiert. Mit 15 Paraden sicherte HCE-Keeper den Derby-Sieg.
Mario Huhnstock (r.) wurde zu Recht gefeiert. Mit 15 Paraden sicherte HCE-Keeper den Derby-Sieg.  © Lutz Hentschel

Die Männer aus dem Erzgebirge sind mit der 16. Saisonpleite auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, der Absturz in die 3. Liga rückt drohend näher. Zumal die Konkurrenten in der Abstiegszone (Großwallstadt, Ferndorf und auch Dessau) gepunktet haben.

"Ich wünsche euch nur noch Siege, damit ihr den Klassenerhalt schafft und wir uns nächste Saison hier wiedersehen", gab HCE-Chefcoach Rico Göde seinem Auer Trainerkollegen Kirsten Weber zum Abschied mit auf den Weg.

Göde baut beim EHV auf "Wille und Leidenschaft", damit der Konkurrent das so wichtige Ziel noch erreicht. Das Daumendrücken ist mehr als verständlich. Schließlich sorgen die Derbys immer "für Stimmung und volle Hallen, sind damit auch ein wirtschaftlicher Faktor".

Torhüterwechsel brachte dem HC Elbflorenz nichts: Pokal abgehakt, Dessau kommt
HC Elbflorenz Torhüterwechsel brachte dem HC Elbflorenz nichts: Pokal abgehakt, Dessau kommt

Der HC Elbflorenz ist mit dem elften Saisonsieg auf Rang sieben geklettert, hat jetzt 27:23 Punkte auf dem Konto.

Mario Huhnstock ragte beim Derby als starker Keeper heraus. Mindaugas Dumcius (7 Treffer), Nils Kretschmer, Sebastian Greß (beide 6) und Philip Jungemann (5) gefielen im Angriff.

Der Derbysieg war ein hartes Stück Arbeit. Hier bremsen Sebastian Greß (l.) und Nils Kretschmer resolut Aues Goncalo Ribeiro aus.
Der Derbysieg war ein hartes Stück Arbeit. Hier bremsen Sebastian Greß (l.) und Nils Kretschmer resolut Aues Goncalo Ribeiro aus.  © Lutz Hentschel

Ausruhen darf sich das Göde-Team trotzdem nicht. Es ist noch reichlich Luft nach oben. Das gilt nicht nur für einzelne Spieler (Rene Zobel), sondern auch für die Mannschaft als Ganzes.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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