"Gewonnen, scheißegal wie": HC Elbflorenz erringt knappen Sieg gegen Rostock!

Dresden - Puh! Das war knapp, aber extrem wichtig! Die Recken des HC Elbflorenz besiegten Aufsteiger HC Empor Rostock nach 60 hoch spannenden Minuten mit 35:34 und wurden danach von den 914 Zuschauern in der BallsportARENA mit Standing Ovations und La-Ola gefeiert.

Jubel nach dem knappen Sieg bei den HCE-Spielern Mindaugas Dumcius (v.l.n.r.), Nils Kretschmer, Sebastian Greß und Philip Jungemann.
Jubel nach dem knappen Sieg bei den HCE-Spielern Mindaugas Dumcius (v.l.n.r.), Nils Kretschmer, Sebastian Greß und Philip Jungemann.  © Matthias Rietschel

"Wir haben gewonnen, scheißegal wie", meinte Dresdens Coach Rico Göde: "Ich bin zufrieden, sehr zufrieden."

Das war auch sein Rostocker Kollege Till Wiechers trotz der knappen Niederlage, er meinte aber auch: "Ich hatte schon das Gefühl, dass wir einen Punkt verdient gehabt hätten." Nicht nur er hatte dieses Gefühl.

Von Beginn an entwickelte sich ein umkämpftes, intensives und extrem schnelles Spiel, das bis zum 9:9 (17.) ausgeglichen war.

26:24! HC Elbflorenz kann doch noch gewinnen
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Dann gelang den Hausherren durch Ivar Stavast, Lukas Wucherpfennig, Julius Dierberg, René Zobel und Nils Kretschmer ein Fünferpack.

Der verlieh aber keine Sicherheit, die Gäste konnten noch vor der Pause auf minus zwei verkürzen - 16:14.

Allein in der letzten Viertelstunde zischen dem HC Elbflorenz und dem HC Empor Rostock fielen 23 Tore

Der Ex-Dresdner Jonas Thümmler (l.), der hier versucht Rene Zobel zu stoppen, war viermal für Empor erfolgreich, am Ende unterlag er mit seinen Rostockern dennoch dem HCE.
Der Ex-Dresdner Jonas Thümmler (l.), der hier versucht Rene Zobel zu stoppen, war viermal für Empor erfolgreich, am Ende unterlag er mit seinen Rostockern dennoch dem HCE.  © Matthias Rietschel

Der zweite Durchgang war dann nichts für schwache Nerven. Dresden konnte noch einmal auf vier Punkte davonziehen (24:20/39.), aber Empor kam wieder zurück.

In der verrückten Schlussviertelstunde mit insgesamt 23 Toren (!) konnte Rostock mit den Ex-Dresdner Jonas Thümmler (4 Tore) und Marc Pechstein (1) beim 26:26 (47.) erstmals ausgleichen.

Dann ging's im Gleichschritt weiter, beide ließen dabei Riesenchancen liegen. Die Entscheidung brachte ein Doppelschlag von Sebastian Greß (8) und Wucherpfennig (10/4) zum 34:32 (59.).

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Göde: "Ein super Spiel mit sehr, sehr viel Tempo und hohem Druck auf die Abwehrreihen. Die Torhüter hatten heute auf beiden Seiten nicht den besten Tag, da hätten wir uns schon ein paar mehr Paraden gewünscht."

Titelfoto: Matthias Rietschel

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