Gefühlte Niederlage für HC Elbflorenz! "Wir nehmen zu riskante Würfe"

Dresden - Nach dem Schlussgong war es so, wie es nach einem Spiel immer sein sollte. Die Akteure beider Mannschaften klatschten ab, nahmen sich in den Arm und saßen zusammen auf dem Parkett.

EHV-Boss Rüdiger Jurke war vorher von einem Unentschieden ausgegangen - und sollte recht behalten!
EHV-Boss Rüdiger Jurke war vorher von einem Unentschieden ausgegangen - und sollte recht behalten!  © Carsten Wagner

Die Trainer stießen mit einem kühlen Bier auf die 60 Minuten zuvor an. Die Gefühlslage war aber unterschiedlich. Der EHV Aue war glücklich in eigener Halle, für den HC Elbflorenz das 26:26 eine gefühlte Niederlage.

"Ich habe vor dem Spiel eurem Chef Uwe Saegeling auf die Mailbox gequatscht, habe ihm gesagt, wir spielen unentschieden. Ich sollte Lotto spielen gehen", lachte EHV-Manager Rüdiger Jurke.

Da konnte auch HCE-Trainer Rico Göde schon wieder schmunzeln. Kurz nach dem Schlussgong raufte er sich die Haare. Seine Mannschaft hatte bis in die 60. Minute hinein vieles richtig gemacht.

HC Elbflorenz holt Keeper Marino Mallwitz!
HC Elbflorenz HC Elbflorenz holt Keeper Marino Mallwitz!

Dass ausgerechnet Sebastian Greß, der beste Mann auf der Platte, mit einem Fehlabspiel Aue noch einen letzten Angriff ermöglichte, war Ironie des Schicksals.

Den nutzte der EHV: "Aue spielte mit 7:6. Wir wollten, dass wir das gegen die Kreisspieler besser verteidigen, rennen dann aber in die Außensperre. Meister Roch ist so nervenstark und macht das Ding halt rein", ärgerte sich Göde. "In den letzten drei Sekunden war es schwierig, etwas zu zaubern."

Das Auer Tor zum 26:26 vier Sekunden vor Ultimo! Kevin Roch hat abgezogen, Dresdens Keeper Mario Huhnstock kann dem Ball nur hinterherschauen.
Das Auer Tor zum 26:26 vier Sekunden vor Ultimo! Kevin Roch hat abgezogen, Dresdens Keeper Mario Huhnstock kann dem Ball nur hinterherschauen.  © imago images/Jan Hübner
Am Ende nur remis - HCE-Coach Rico Göde war nicht begeistert.
Am Ende nur remis - HCE-Coach Rico Göde war nicht begeistert.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dresden führte ab der 23. Minute, lag zwischenzeitlich mit 21:16 (41.) vorn, schaffte es aber nicht, den Vorsprung in einer äußerst hitzigen zweiten Hälfte über die Zeit zu retten. "Wir hatten das Spiel gut im Griff, haben auf fünf gestellt. Am Ende treffen wir nicht so schlaue Entscheidungen, nehmen zu riskante Würfe. Glückwunsch an Aue, oder besser an uns beide, zum Punkt", so Göde.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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