Zehn Greß-Tore nach Vertragsverlängerung und doch verliert der HC Elbflorenz

Gummersbach - Der HC Elbflorenz hat nach einer 5-Tore-Führung bei Zweitliga-Spitzenreiter VfL Gummersbach mit 29:30 verloren. Der große Kampf wurde nicht belohnt.

Sebastian Greß zieht aus der zweiten Etage ab und erzielt einen seiner 10 Treffer.
Sebastian Greß zieht aus der zweiten Etage ab und erzielt einen seiner 10 Treffer.  © imago images / Eibner

Die ersten zwanzig Minuten waren absolut ausgeglichen. Der HCE legte zumeist vor, Gummersbach glich aus. Nach einem Treffer von Rene Zobel hieß es 7:5 - und die Mannschaft von Chefcoach Rico Göde hätte ihren Vorsprung weiter ausbauen können.

Doch Kreisspieler Michael Schulz scheiterte zweimal völlig frei am starken VfL-Keeper Tibor Ivanisevic und musste wenig später auch noch mit einer Zeitstrafe vom Parkett. Der Tabellenführer glich aus - 7:7.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit machte der selbstbewusst auftretende HC Elbflorenz Druck und Tore - angeführt von Sebastian Greß, der wenige Stunden zuvor seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um vier Jahre bis 2026 verlängert hatte!

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Greß traf zum 12:9. Vincent Klepp und Nils Kretschmer legten innerhalb von 49 Sekunden zum 14:9 nach. Mit 15:12 ging es in die Pause.

Zwischenzeitliche Führung von 17:12 reicht HC Elbflorenz in Gummersbach nicht zum Sieg

HCE-Coach Rico Göde redet in einer Auszeit auf seiner Männer ein.
HCE-Coach Rico Göde redet in einer Auszeit auf seiner Männer ein.  © Matthias M. Lehmann

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhten die Dresdner vor knapp 1500 Zuschauern in der Schwalbe Arena auf 17:12.

Doch dann kippte die Partie allmählich. Weil der Tabellenführer jetzt deutlich besser in der Abwehr stand.

Der VfL kämpfte sich heran und drehte das Spiel nach einer Doppel-Parade von Ivanisevic und zwei Toren von Stepan Zeman zum 20:21 aus Sicht des HCE (45.). Das Göde-Team geriet 22:25 in Rückstand, hielt aber weiter gegen. Greß verkürzte mit seinem 10. Treffer 26 Sekunden vor Schluss auf 29:30.

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Elbflorenz kam danach noch einmal in Ballbesitz, doch der VfL blockte den letzten Dresdner Angriff in der Schlusssekunde erfolgreich ab. Greß & Co. waren bitter enttäuscht.

Titelfoto: imago images / Eibner

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