Stavast lässt den HC Elbflorenz zwei Sekunden vor Ende jubeln!

Dresden - Das war eine enge Kiste, aber es hat zum zweiten Saisonsieg gereicht! Zwei Sekunden vor der Sirene netzte Ivar Stavast zum 27:26 (14:13)-Erfolg für den HC Elbflorenz gegen die HSG Nordhorn-Lingen ein. Die BallsportArena bebte!

Ivar Stavast ließ kurz vor Schluss die Muskeln spielen und die Halle beben.
Ivar Stavast ließ kurz vor Schluss die Muskeln spielen und die Halle beben.  © Lutz Hentschel

"Gott sei Dank ist der reingegangen, sonst hätte ich gar nicht geschlafen heute Nacht. Mit meinem Spiel war ich nicht zufrieden", so der Siegtorschütze.

"Aufstehen bis zum ersten Tor des HCE", war aber erst einmal die Ansage von Hallensprecher Jens Umbreit zu Beginn. Ein Großteil der 1112 Fans folgten der Anweisung und musste genau 2:10 Minuten darauf warten.

Lukas Wucherpfennig traf per Siebenmeter zum 1:0 - in Unterzahl! Denn Stavast kassierte nach 53 Sekunden bereits die erste Zeitstrafe.

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Das Team von Rico Göde hatte sich viel vorgenommen, vor allem in der Defensive. Nur jeweils 13 Gegentore pro Halbzeit sind gegen die - von vielen Experten hoch eingeschätzte - HSG definitiv ein Fortschritt.

Neben der verbesserten Abwehrleistung lag das vor allem an Torwart Marino Mallwitz, der in den ersten 30 Minuten gleich achtmal parieren konnte. Dreimal mehr, als im gesamten Spiel der Vorwoche, am Ende waren es elf Paraden.

HC Elbflorenz entscheidet Herzschlagfinale für sich

HCE-Coach Rico Göde konnte zufrieden sein.
HCE-Coach Rico Göde konnte zufrieden sein.  © Lutz Hentschel

Nur offensiv haperte es hin und wieder. Problemzone dieses Mal: Das Überzahlspiel. Viermal waren die Dresdner im ersten Durchgang ein Mann mehr auf dem Parkett, die Bilanz: 1:4 (5:5 nach der Pause bei dreimal einer mehr).

Im Sechs-gegen-sechs lief das deutlich besser, weil der HCE ordentlich ackerte. Sinnbildlich das 10:9 von Arseniy Buschmann (24.). Den Ball eigentlich schon im Fallen verloren, robbte er mit letzter Kraft zurück und sprang in die unfreiwillig entstandene Lücke und netzte ein.

Auch nach der Pause schenkten sich die Tabellennachbarn nichts und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Die Hausherren verpassten es immer wieder, sich mal abzusetzen. Mehr als ein Zwei-Tore-Vorsprung sprang für den HCE in den 60 Minuten nie heraus, am Ende gab's noch das Herzschlagfinale.

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"Enorm intensiv von beiden Seiten, es war einfach alles dabei und Werbung für den Sport, mit dem glücklicheren Ende für uns", bilanzierte Göde.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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