Pure Enttäuschung beim HC Elbflorenz: "Waren zu dumm in der Abwehr"

Dresden - Die Enttäuschung war riesengroß bei den Spielern und den leider nur 619 Zuschauern in der BallsportARENA nach der 29:30-Niederlage des HC Elbflorenz gegen den TV Emsdetten. Klar, denn den Start hatten sich alle ganz anders vorgestellt. Aber die Niederlage geht in Ordnung, weil sich die Dresdner hinten und vorn zu viele Fehler leisteten.

Auch Nils Kretschmer, der wegen einer blutenden Verletzung am Kinn kurzzeitig mit einer Art Turban spielen musste, scheiterte beim Abschluss mehrfach.
Auch Nils Kretschmer, der wegen einer blutenden Verletzung am Kinn kurzzeitig mit einer Art Turban spielen musste, scheiterte beim Abschluss mehrfach.  © Lutz Hentschel

"Wir wollen uns über die Abwehr definieren", hatte Trainer Rico Göde im Vorfeld der Partie erklärt. Doch gerade das klappte zum Auftakt leider noch überhaupt nicht.

"30 Gegentore in eigener Halle sind einfach zu viele", befand Nils Kretschmer.

"Vor allem Robin Jansen hat uns enorme Probleme bereitet, was dann zu weiteren Fehlern geführt hat. Du musstest aushelfen, dann war auf der anderen Seite irgendwann einer frei."

Nach katastrophalen zwölf Minuten: HC Elbflorenz ringt Gummersbach nieder!
HC Elbflorenz Nach katastrophalen zwölf Minuten: HC Elbflorenz ringt Gummersbach nieder!

Es sei auch schwer gewesen, "in den Kontakt zu gehen, weil es heute für jedes kleine Ding eine Zwei-Minuten-Strafe oder Siebenmeter gab. Aber das darf keine Ausrede sein, wir müssen unsere Abwehrarbeit verbessern."

Göde formulierte es weit drastischer: "Natürlich war Emsdettens Torhüter Maurice Paske in der zweiten Halbzeit ein Faktor, aber über das ganze Spiel gesehen waren wir zu dumm in der Abwehr. Wir haben keinen Zugriff bekommen, dumme Fouls gemacht und unnötige Zeitstrafen kassiert."

Trainer Rico Göde nahm die Niederlage recht gefasst auf.
Trainer Rico Göde nahm die Niederlage recht gefasst auf.  © Lutz Hentschel

HCE-Coach Göde: "Wir werden dran arbeiten"

Dennoch: Der HCE hätte als Gewinner vom Parkett gehen können. Aber vorn versiebten die Dresdner reihenweise gute Möglichkeiten. Göde: "Gerade in der Phase, als wir das Spiel hätten drehen können, scheitern wir drei-, viermal am Torhüter."

Aber Göde nahm die unerwartete Niederlage recht gefasst: "Es war das erste Spiel. Keiner wusste so richtig, wie er steht, wo er steht. Jetzt sind wir vielleicht nicht ganz so viel schlauer, aber wir werden dran arbeiten."

Titelfoto: Montage: Lutz Hentschel

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